Wie Jesu Tod bewies, dass er König war

Im irdischen Dienst von Christus erwarteten die jüdischen Menschen von ihm, dass er eine Armee aufrichten würde wie jeder andere weltliche König, um das Reich Davids wiederauferstehen zu lassen (z.B. Joh 6,15). Daran dachten sie, als Jesus Jerusalem in einer königlichen Visite betrat, auf einem Esel reitend:

Am folgenden Tag, als viele Leute, die zum Fest erschienen waren, hörten, dass Jesus nach Jerusalem komme, da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: "Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf dem Füllen einer Eselin". (Joh 12,12-15)

Aber das Reich, welches der Messias durch seinen Triumph (z.B. Joh 16,33) erlangen würde, als er in Jerusalem einritt, war viel, viel größer und weit wichtiger als jedes Reich, das sich auf ein winziges Land der Erde beschränkt. Es ist ein Reich nicht von dieser Welt (Joh 18,36), sondern stattdessen eine ganz neue Schöpfung.

Christus Jesus erwarb für sein Volk am Kreuz ewiges Leben, nachdem er in Jerusalem eingeritten war. Um es anders auszudrücken, durch seinen eigenen Tod und seine Auferstehung brachte der Herr Jesus den Tod um und zerstörte „den, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel“ (Hebr 2,14). Weil er starb und wieder zum Leben kam, hat Christus „die Schlüssel des Totenreiches und des Todes“ (Offb 1,18), sodass „der Tod nicht mehr über ihn herrscht“ (Röm 6,9).

Er hat „dem Tod die Macht genommen und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht“ (2Tim 1,10), nicht nur für sich selbst, sondern für sein ganzes Volk. „Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: "Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?"“ (1Kor 15,53-55)

Deshalb sagt Jesus der trauernden Martha, die noch vom Gestank des Todes umgeben ist (Joh 11,39): „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25).

Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Und niemand, weder im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde, vermochte das Buch zu öffnen noch hineinzublicken. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken. Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen!

„Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen, und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.“

„Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob!“ (Offb 5,1-5;9.10.12)

Dieser große Sieg über den Tod, den Christus am Kreuz gewonnen hat, kommt zuerst in seiner eigenen Auferstehung als Erstling. Die Auferstehung von Christi Volk, die an ihn glauben, wird seiner Wiederkunft folgen, wenn sie seine Stimme hören und lebendig aus ihren Gräbern hervorgehen (Joh 5,21-25). Und dieses große Ereignis ist, wenn unser Sieg über den Tod sich in der Auferstehung zeigt.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch The Majesty on High: Introduction to the Kingdom of God in the New Testament von S.M. Baugh. Er erschien zuerst bei Core Christianity. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.