Was bedeutet Bekehrung?

Was Bekehrung ist…

Die Bekehrung ist eine Kehrtwende im Leben eines Menschen um 180 Grad. Wenn sich ein Mensch bekehrt, wendet er sein ganzes Leben von der Sünde ab und wendet sich Christus zu, der ihn rettet. Vom Götzendienst zum Gottesdienst. Von Selbstgerechtigkeit zu Christi Gerechtigkeit. Von der eigenen Herrschaft zu Gottes Herrschaft.

Die Bekehrung geschieht, wenn Gott geistlich tote Menschen zum Leben erweckt, sodass sie von ihrer Sünde umkehren und an Christus glauben.

  • Wenn Jesus uns also zu Umkehr und Glauben aufruft, dann meint er damit, dass wir uns zu ihm bekehren sollen. Es geht um einen radikalen Wandel in dem, was wir glauben und wie wir leben (Markus 1,15).

  • Auch wenn Jesus uns aufruft, unser Kreuz auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen, meint er damit, dass wir uns zu ihm bekehren sollen (Lukas 9,23).

  • Damit wir zu Jesus umkehren können, muss uns Gott neues Leben, neue Herzen und Glauben schenken (Epheser 2,1; Römer 6,17; Kolosser 2,13; Hesekiel 36,26; Epheser 2,8; 2. Timotheus 2,15).

Was Bekehrung nicht ist…

Fehlvorstellungen über Bekehrung:

  1. Bekehrung als ein einmaliges Erlebnis, das keinen weiteren Einfluss auf unser Leben hat. Die Bekehrung geschieht in einem entscheidenden Moment. Sie ist ein Moment radikaler Veränderung. Unser Leben muss danach anders aussehen. Ein neuer Kampf beginnt.

  2. Bekehrung als eine Reise ohne Ziel. Für einige ist die Bekehrung das Ergebnis eines langen Prozesses. Doch in jedem Fall gehört zur Bekehrung immer die bindende Entscheidung, von der Sünde umzukehren und Christus zu vertrauen. Das ist die unmittelbare Folge davon, dass Gott einem geistlich toten Sünder neues Leben geschenkt hat.

  3. Bekehrung als eine Option unter vielen. In Apostelgeschichte 17,30 lesen wir, dass Gott alle Menschen überall zur Umkehr auffordert. Die Bekehrung kann niemals erzwungen werden. Doch sie ist absolut notwendig, damit ein Mensch errettet wird.

Fehlvorstellungen vom Ablauf einer Bekehrung:

  1. Bekehrung als ein Gespräch ohne Konfrontation. Christen haben zwar den Auftrag, in Demut das Evangelium weiterzugeben. Doch unser Ziel muss mehr sein als nur ein angenehmer Austausch mit unserem Gesprächspartner. Wir müssen jeden Menschen auffordern, von seiner Sünde umzukehren und auf Christus zu vertrauen, der allein retten kann.

  2. Bekehrung als ein formales „Übergabegebet“. Zur Bekehrung gehört natürlich ein Gebet. Doch wir sollten Menschen nicht dazu verleiten, auf einen bestimmten Wortlaut anstatt auf Christus zu vertrauen.


Dieser Artikel basiert auf Auszügen aus Brad Wheelers Artikel “One of the Dirtiest Words Today: C——–n”) und erschien zuerst bei 9Marks. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.