Der Gerechte wird verfolgt

Artikel von Heindrikje Kuhs
1. April 2026 — 15 Min Lesedauer

Es mag seltsam scheinen, über Mordabsichten gegen Jesus nachzudenken – aber es lohnt sich. Unser Herr sagte, dass seine Knechte nicht größer sein werden als er und bezog dies explizit auf die Verfolgung, die er und entsprechend auch seine Nachfolger zu erdulden haben (vgl. Joh 15,20). Nun müssen wir unterscheiden zwischen Verfolgung, die ein Knecht Jesu „um der Gerechtigkeit willen“ (Mt 5,10) erleidet, und anderen Gründen, die zu Bedrängnis führen.[1] Aber um besser zu verstehen, was es bedeutet, um der Gerechtigkeit willen verfolgt zu werden, können wir auf Jesus als unseren Herrn und unser Vorbild schauen.

Jesus wusste, dass er gekommen war, um zu leiden und zu sterben. Dies musste eigentlich auch allen schriftkundigen Juden klar sein, denn sie lasen über den kommenden Messias: „Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht“ (Jes 53,3). Jesus litt nicht nur am Kreuz, sondern sein ganzes Leben war eines voller Schmerzen und ständiger Verfolgung. Während sein Leiden am Kreuz einmalig und „ein für alle Mal“ (Röm 6,10) war, ist sein Leiden auf seinem irdischen Weg ein Vorbild für uns: „Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. ‚Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden‘; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet“ (1Petr 2,21–23).

Von Geburt an unter Verfolgung

Wie viel Feindschaft Jesus erlitt, zeigen schon die ersten Kapitel des Neuen Testaments. Als die Weisen aus dem Morgenland nach Jerusalem kamen, um den neugeborenen König der Juden anzubeten, sorgte dies für Beunruhigung in der Stadt und besonders im Palast des Herodes. Dieser schmiedete einen teuflischen Plan, doch der allwissende Gott deckte ihn auf, sodass die Weisen den Aufenthaltsort der jungen Familie nicht verrieten. Josef erhielt die Anweisung, nach Ägypten zu fliehen, „denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen“ (Mt 2,13). Hier finden wir das erste Mal die Absicht eines Feindes, Jesus umzubringen – und das, bevor er irgendetwas gemacht hat als geboren zu sein. Als Herodes das Kind nicht fand, ließ er alle männlichen Babys in der Umgegend von Bethlehem töten. Diese schreckliche Geschichte zeigt, wie gefallen die Welt ist, in die der Sohn Gottes geboren wurde. „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,11).

Die nächste Mordabsicht findet sich zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu. In seiner Heimatstadt Nazareth las er in der Synagoge einen Abschnitt aus Jesaja: „Der Geist des Herrn ist auf mir…“ (Lk 4,18). In die gespannte Stille sprach er: „Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!“ (Lk 4,21). Das war scheinbar nicht das, was die Synagogenbesucher hören wollten. Sie wollten und konnten nicht glauben, dass dieser junge Mann, den sie so gut zu kennen meinten, der Gesalbte und Gesandte Gottes sein sollte. Statt die Leute zu beschwichtigen, legte Jesus nach. Er erinnerte daran, dass Israels Propheten ihre Wunder nicht in ihrer Heimat taten, sondern von Gott an entlegene Orte und zu unerwarteten Personen geschickt wurden. Die Leute wollten Wunder und Spektakel sehen, doch Jesus machte klar, dass es diese hier nicht geben wird. Seine Mission war es, die Verlorenen zu suchen und zu retten. Über Jesu Worte waren die Synagogenbesucher so zornig, dass sie ihn zur Stadt hinausstießen und vom Berg hinabstürzen wollten (vgl. Lk 4,28–29).

Wir sind nicht Jesus, also werden wir nicht in die Situation kommen, unserem Heimatdorf zu erklären, dass wir nicht einfach der nette junge Mann aus der Nachbarschaft sind, sondern der Messias. Aber auch wir sollen in unserer Heimat, bei unseren Freunden und Verwandten offen über die göttlichen Dinge reden. Das mag Schwierigkeiten mit sich bringen (auch Jeremia erlebte Verfolgung von Leuten aus seiner Heimat, vgl. Jer 11,21), doch ist dies Leid „um der Gerechtigkeit willen“, worauf die Verheißung der Seligpreisung liegt.

Doch wie tragisch ist die Geschichte der Bewohner von Nazareth! Das Licht der Welt scheint in ihrer Stadt, doch sie verschließen ihre Augen und verwerfen es. Sie „nahmen Anstoß an ihm“ (Mt 13,57), obwohl doch derjenige „glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir“ (Lk 7,23).

Lehrstreit und Herzenshärte

Von zwei weiteren Mordplänen gegen Jesus lesen wir in Johannes 5 und in Matthäus 12. Es handelt sich hierbei nicht um die selbe Situation, doch in beiden Fällen ist der Auslöser eine Heilung am Sabbat. In Johannes 5 heilt Jesus einen Mann von einer 38-jährigen Krankheit. Der Geheilte nahm sein Bett, auf dem er so viele Jahre gelegen hatte, und ging davon – allerdings geschah das am Sabbat und einige Juden waren erzürnt, dass sowohl er als auch Jesus „arbeiteten“. Auch die Heilung eines Mannes mit einer verdorrten Hand ereignete sich am Sabbat. Einige Pharisäer lauerten bereits darauf, Jesus zu verklagen. Er aber konfrontierte sie mit ihrer Herzenshärte, indem er ihnen vorhielt, dass jeder von ihnen am Sabbat sein Schaf retten würde: „Darum darf man am Sabbat wohl Gutes tun“ (Mt 12,12). Auf diese Worte folgte die Heilung und darauf die Tötungsabsicht seiner Feinde. In Markus 3,6 wird zusätzlich berichtet, dass die Pharisäer den Mordplan gemeinsam mit den Herodianern schmiedeten. Die Verschwörung gegen Jesus schien selbst verfeindete Gruppen zu ungewohnter Einigkeit zusammenzuschweißen.

Diese Geschichten stellen uns Jesus abermals als Vorbild vor Augen, der um der Gerechtigkeit willen verfolgt wurde. Er tat nur Gutes und dennoch trachtete man ihm nach dem Leben. Demgemäß schreibt Petrus an seine bedrängten Geschwister: „Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt; wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache!“ (1Petr 4,15–16). Das Leiden als Christ erfordert, dass wir so leiden, wie Christus gelitten hat: unschuldig. Man soll uns nur dessen überführen können, dass wir Gutes getan haben. Die Pharisäer verurteilten Jesus für Heilungen, während sie selbst am Sabbat Mordpläne schmiedeten!

Die Heilungen am Sabbat reichten Jesu Gegnern bereits, ihn umbringen zu wollen. Doch der Konflikt saß noch tiefer. Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand fand unmittelbar nach einem anderen Sabbatstreit statt. Jesu Jünger hatten Ähren gerupft und auf die Empörung der Pharisäer antwortete Jesus: „Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat“ (Mt 12,8). Diese Aussage musste für maßlose Entrüstung sorgen. Der Sabbat ist ein Ausdruck der Souveränität Gottes über seine Schöpfung (vgl. 2Mose 20,11) – der Herr des Sabbats kann also niemand anders sein als Gott selbst. Jesu göttlicher Anspruch brachte ihm die Feindschaft vieler Juden ein.

Besonders im Johannesevangelium zeigt sich, dass seine Aussagen über seine göttliche Identität immer wieder Mordpläne hervorrufen. Jesus verkündete: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch“ (Joh 5,17). Wenig später erklärte er über Gott: „Ich aber kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er hat mich gesandt“ (Joh 7,29). In einem anderen Streitgespräch bekannte Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich“ (Joh 8,58). In Johannes 10 schließlich lesen wir: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30). Auf all diese Äußerungen Jesu hin entstanden Spaltungen unter den Zuhörern. Einige hörten seine Worte, sahen seine Wunder und folgerten, dass Jesus ein Prophet, vielleicht auch der Christus sein musste. Seine Feinde aber reagierten mit Mordplänen: „Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte“ (Joh 5,18). Sie wollten ihn an Ort und Stelle steinigen, weil sie so erzürnt über seine Aussagen waren und sie für schlimmste Gotteslästerung hielten (vgl. Joh 10,33).

Für uns gilt erneut: wir sind nicht Jesus, der Messias. Doch auch heute ist die Aussage, dass Jesus der Sohn Gottes ist, häufig anstößig. Dieses Bekenntnis wird von Jesus selbst gefordert, und zwar im Zusammenhang mit Ankündigungen von Verfolgung (vgl. Mt 10,32). Die Welt möchte nichts davon hören, dass es einen lebendigen Sohn Gottes gibt, der als souveräner Weltenrichter eingesetzt ist. Deswegen wollte sie Jesus beseitigen und heute noch die Gläubigen zerstören. Trotzdem ermutigt uns das Neue Testament zu diesem Bekenntnis: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Röm 10,9). Ein Bekenntnis zu Jesus als dem Herrn zeugt von einem Glauben, der ewige Rettung bringt (vgl. auch 1Joh 4,15)! So folgen wir Jesus nach, der nichts als die Wahrheit sprach und dennoch – ja, gerade deshalb – gehasst wurde.

Zuspitzung bis zum tatsächlichen Mord

Eine weitere Verschwörung gegen Jesus folgte auf ein eindrucksvolles Wunder. Jesus hatte gerade Lazarus auferweckt, da erzählten einige Leute den Pharisäern davon. Diese berieten in einer Versammlung mit den Hohenpriestern über das weitere Vorgehen gegen Jesus. Ihr Motiv war an dieser Stelle vorrangig politisch: „Dieser Mensch tut viele Zeichen. Lassen wir ihn gewähren, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Tempel und Volk“ (Joh 11,47–48). Jesu Feinde (und häufig auch seine Freunde) verstanden nicht, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist. Er ist nicht gekommen, um politische Unruhe zu stiften, sondern geistliche. Doch die Hohenpriester und Pharisäer folgerten aus ihren Überlegungen, dass dieser Mann sterben muss: „Von dem Tage an war es für sie beschlossen, dass sie ihn töteten“ (Joh 11,53 LUT). Der Hohepriester Kaiphas gab bei dieser Gelegenheit den Rat, es sei besser, „dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht“ (Joh 11,50). Kaiphas hatte Recht, doch er sah nur das Äußerliche und wollte schlicht einen Provokateur beseitigen. In geistlicher Perspektive sehen wir, dass Jesus tatsächlich als Einzelner für das ganze Volk und sogar für „die zerstreuten Kinder Gottes“ (Joh 11,52) starb. Die Menschen hatten Böses im Sinn, als sie Jesus töten wollten, Gott bezweckte jedoch Gutes damit. Wenn dies für das ultimativ Böse, nämlich den Mord am Sohn Gottes gilt, wie viel mehr können wir gewiss sein, dass auch das Böse, das uns ereilt, von Gott zum Guten gewendet wird!

In Jerusalem schließlich häufen sich die Tötungsabsichten. Nach seinem Einzug in die Stadt ging Jesus in den Tempel und fand statt eines Bethauses eine Räuberhöhle vor. Er eiferte für das Haus seines Vaters und reinigte es von allem, was nicht hineingehörte. Er heilte Menschen, empfing Lobpreis von Kindern und lehrte im Tempel. „Die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes trachteten danach, ihn umzubringen“ (Lk 19,47). Sie wollten nicht, dass Jesus in ihren Kult eingriff, weil sie immer noch nichts von seiner Mission und seiner Identität verstanden.

Jesu Feinde wagten es nicht, ihn öffentlich festzunehmen, da sie die Volksmengen fürchteten. Sie suchten das Streitgespräch mit ihm und versuchten ihn zu überführen, doch entlarvten sie dabei nur ihre eigene Sünde. Im Gleichnis von den bösen Weingärtnern zeigte Jesus, wie Gottes Propheten verfolgt und getötet wurden und schließlich der Sohn selbst von den religiösen Führern verworfen wird. Dafür werden sie gerichtet und das „Reich Gottes wird von euch genommen“ (Mt 21,43) werden. Jesu Zuhörer verstanden, dass sie angesprochen waren und reagierten feindselig. Lukas berichtet, dass sie noch „in derselben Stunde“ (Lk 20,19) Hand an ihn legen wollten, weil sie seine Rede nicht ertragen konnten. Kein Mensch will etwas vom Gericht hören. Und doch ist dies das klare Zeugnis der Heiligen Schrift und jeder, der sich zu Jesus Christus bekennt, bekennt sich auch zum Gericht. Diese Botschaft ist notwendig: sowohl um der Seelen willen, die in das Unheil rennen, als auch um der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes willen.

Dann war es so weit: Die Hohenpriester und Ältesten berieten ein letztes Mal, wie sie Jesus umbringen können. Judas bereitete seinen Verrat vor und schließlich wurde Jesus nachts im Garten Gethsemane festgenommen. Keine 24 Stunden später lag er tot im Grab.

Die Herrlichkeit des Leidens Jesu

Was tun wir nun mit all diesen Geschichten? Zunächst ist es tröstlich zu wissen, dass die Feindschaft, die Jesus in seinem ganzen Leben begleitete, keine Überraschung für ihn war. Er sah sich in der Tradition der alttestamentlichen Propheten verwurzelt, schließlich war er der Prophet. Jesaja, Jeremia und Hesekiel erlebten am eigenen Leib, dass das Volk nicht auf ihre Botschaft hören wollte (vgl. Jer 6,10; Hes 3,7). Mit ihrer Ablehnung der Propheten verwarfen die Menschen in Wirklichkeit Gott selbst. In gleicher Weise wird über Jesus als den Gesandten Gottes ausgesagt: „Und er bezeugt, was er gesehen und gehört hat, und sein Zeugnis nimmt niemand an“ (Joh 3,32). Jesus wusste, dass er durch sein Amt als Gottes Prophet Ablehnung erfahren wird, ja erfahren muss.

Nicht nur durch sein Amt, sondern auch durch seinen Charakter und seine Identität zog er die Feindschaft der Menschen auf sich. Jesus, der vollkommen Heilige, ist die Ausstrahlung von Gottes Herrlichkeit, er ist das Licht der Welt, das in der Finsternis scheint. Der natürliche Mensch lebt in der Finsternis und hasst das Licht, weil es seine bösen Werke aufdeckt (vgl. Joh 3,19). Während der sündige Mensch vor dem Licht fliehen will, wird das Licht für die Gläubigen zu einem „wunderbaren Licht“ (1Petr 2,9). Einst waren wir verstockt, konnten Gottes Botschaft weder sehen noch verstehen. Es war, als ob eine Decke auf unsere Sinne und über unser Herz gelegt war (vgl. 2Kor 3,14). Doch Gott hat diese Decke weggenommen und uns erneuert, sodass wir nun im Licht wandeln. Wir können auf Jesus, das Licht der Welt schauen, ohne uns hasserfüllt abzuwenden; stattdessen schauen wir „mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht“ (2Kor 3,18 ELB). Weil und insofern wir das Licht Jesu widerspiegeln, sind wir das Licht der Welt. Doch indem wir das tun, wird uns auch Ablehnung begegnen. Eine solche Verwerfung geschieht „um der Gerechtigkeit willen“, nämlich in der Nachfolge Jesu.

Schließlich müssen wir über die menschliche Perspektive der Verschwörungen gegen Jesus hinausgehen. Die Menschen handelten aus ihren eigenen Überzeugungen und Motiven heraus und waren deshalb voll verantwortlich für ihre Taten. Dennoch gilt, dass Gott von Ewigkeit her geplant hat, dass Jesus leiden und sterben musste (vgl. Apg 2,23). Daher lesen wir beispielsweise: „Da suchten sie ihn zu ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen“ (Joh 7,30). Es gab einen von Gott festgesetzten Zeitpunkt für den Tod seines Sohnes. Solange dieser noch nicht gekommen war, konnten seine Feinde zwar Mordpläne schmieden, doch sie konnten nichts tun. Jesus sprach selbst von seiner Souveränität über sein eigenes Leben und seinen Tod: „Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen“ (Joh 10,18). Jesus war niemals dem bösen Treiben seiner Feinde passiv ausgeliefert. Ja, die Menschen haben ihn dem Tod überliefert, doch letztlich hat sich Jesus „selbst für unsere Sünden hingegeben“ (Gal 1,4 LUT). Und das tat er gerade für seine Feinde, zu denen auch wir gehörten. Doch wir wurden „mit Gott versöhnt … durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren“ (Röm 5,10).

Dies zeigt uns die Herrlichkeit des Leidens Jesu: Er, der inkarnierte Sohn Gottes, hat sich um unserer willen aus Liebe in die Hände seiner Feinde gegeben, ihre Anfeindungen und ihren Spott ertragen und war dem Willen seines Vaters gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Blicken wir auf Jesus, den Gerechten, den Verachteten und den Auferstandenen, unseren Erretter.


1 Martyn Lloyd-Jones hat hierzu eine hilfreiche Predigt gehalten: D. Martyn Lloyd-Jones, „Der Christ und Verfolgungen“, in: Bergpredigt (Band 1 – Predigten über Matthäus 5,3–48), Friedberg: 3L Verlag, 2002, S. 153–164, online adaptiert unter: https://voh-missionswerk.de/blog/der-christ-und-verfolgung (Stand: 11.03.2026).