Staunen über den dreieinigen Gott
E21-Regionalkonferenz Südwest in Kaiserslautern
(Kaiserslautern, 21. Februar 2026) In der Hoffnungskirche Kaiserslautern stand die Evangelium21-Regionalkonferenz Südwest ganz im Zeichen der Dreieinigkeit Gottes. Daniel Knoll, Michael Wiche, Peter Krell und Simon Hamalega näherten sich dem Thema aus vier Blickwinkeln. In allen Beiträgen klang an: Gottes Wesen übersteigt unser Denken. So blieb die Konferenz mit knapp 300 Teilnehmern ein „Kratzen an der Oberfläche“ – und weckte zugleich eine „Sehnsucht nach mehr“.
Fenster in Gottes Wesen
Daniel Knoll, Pastor der Immanuel-Gemeinde in Wetzlar, ermutigte in seinem Vortrag dazu, sich auf den Weg zu machen und Gottes Wesen zu betrachten. Dabei betonte er: Die Bibel erklärt die Dreieinigkeit nicht wie ein Lehrbuch. Gott offenbart sich vielmehr schrittweise. Durch „Fenster“ im Neuen Testament gibt er Einblicke, die unser Herz zu ihm ziehen. Er nimmt uns mit hinein in die vollkommene, ewige Zufriedenheit, die er in sich selbst hat.
Als Beispiel führte er Johannes 17 an. Dort wird das Liebesverhältnis zwischen Sohn und Vater sichtbar. Jesus betet dort auch dafür, dass wir Teil dieser Liebesgemeinschaft sein dürfen (vgl. Joh 17,21). Ein Satz brachte die Blickrichtung auf den Punkt: „Hinter der Schönheit dessen, was Gott tut, hebt sich eine noch schönere Schönheit hervor: Die Schönheit dessen, wer Gott ist.“

Q&A mit Dominic Hildebrandt und den Rednern Daniel Knoll, Simon Hamalega, Michael Wiche und Peter Krell (E21, Eva Kuhn).
Lehre unter Beschuss
In einem weiteren Vortrag verglich Michael Wiche, Pastor der Hoffnungskirche St. Augustin, die Lehre von Gott und der Dreieinigkeit mit einer Burg. Diese Burg steht unter Angriff. Darum braucht es Schutzschilde, die sie verteidigen. In der Kirchengeschichte habe die Kirche solche Schutzschilde immer wieder formuliert: Biblisch begründete Erklärungen, die Irrlehren abwehren.
Dabei stellte er die Klarheit der alten Bekenntnisse heraus: Gott setzt sich nicht aus verschiedenen Teilen zusammen. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind vollkommen Gott und untrennbar. Zugleich bleibt die Dreieinigkeit nicht vollständig erklärbar. Unser Denken ist begrenzt, wir sind nicht Gott. Darum ist die Konsequenz nicht Spekulation, sondern Anbetung: „Die Lehre von der Dreieinigkeit darf, soll und muss uns zur Anbetung führen“, erklärte Wiche.

Pastor Michael Wiche hob den Wert der Bekenntnisse hervor (E21, Eva Kuhn).
Gott rettet – Vater, Sohn und Geist
Anhand von Titus 3,4–7 zeigte Peter Krell, Pastor der gastgebenden Gemeinde in Kaiserslautern, dass jede Person der Dreieinigkeit bei unserer Errettung handelt. Die Frage stand im Raum: Was ist so bedeutsam, dass die ganze Majestät Gottes daran beteiligt ist? Die Antwort: Gott macht unsere Errettung zu seiner eigenen Sache. Er sendet nicht nur einen Engel oder nur den Sohn.
Dabei hob Krell Titus 3,5 als Kernsatz hervor: „da hat er uns … errettet“. Daraus folgte sein Akzent: „Unsere Errettung ist die am längsten geplante, präziseste, liebevollste, schmerzhafteste, weitreichendste, die herrlichste Errettung, die man sich wünschen kann.“
Anhand vieler weiterer Bibelstellen verdeutlichte Pastor Krell das gemeinsame Wirken der drei Personen: Der Vater ist der Ursprung, der Sohn der Vollbringer und der Heilige Geist der Vollender der Erlösung. So wird die Herrlichkeit der Trinität im Evangelium sichtbar.

Peter Krell zeigte, wie die Schönheit des Evangeliums in der Dreieinigkeit sichtbar wird (E21, Eva Kuhn).
Erfahrung braucht ein Fundament
Der abschließende Vortrag von Simon Hamalega, Jugendevangelist im Christusbund, unterstrich: Gottes Wort ist das Fundament unserer Glaubenserfahrungen. Ausgehend von Galater 4,6 zeigte er praktisch und alltagsnah, wie Christen die Dreieinigkeit erfahren können. Hamalega warnte davor, das Glaubensleben von Ablenkung und bloßer Geschäftigkeit bestimmen zu lassen. Christen sollen dem Vater in seinem Wort ins Gesicht schauen, die Hand des Sohnes in den Geschwistern ergreifen und sich an der neuen Sehnsucht freuen, die Gott durch seinen Heiligen Geist schenken möchte.
Evangelium21 möchte Gemeinden stärken
Die Vorträge der Konferenz werden zeitnah in der Mediathek von Evangelium21 und über den Podcast von E21 öffentlich zur Verfügung gestellt. Evangelium21 ist ein Netzwerk von Christen, das sich für eine bibeltreue, reformatorisch geprägte Theologie und die geistliche Erneuerung im deutschsprachigen Raum einsetzt. Die Konferenzen sollen dazu beitragen, das Evangelium im Zentrum von Glauben und Gemeinde zu halten. Informationen über weitere Veranstaltungen gibt es auf der Webseite: evangelium21.net/konferenzen