Am Evangelium festhalten

Jahresbericht 2025

Pressemitteilung von Evangelium21
6. Dezember 2025

Die wohl prägnanteste biblische Zusammenfassung des Evangeliums findet sich in 1. Korinther 15,3–4. Da heißt es: „Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift.“

In den Versen unmittelbar davor erklärt der Apostel Paulus, warum es so wichtig ist, an diese frohe Botschaft immer wieder erinnert zu werden: „Ich erinnere euch aber … an das Evangelium, … durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe.“ In großer pastoraler Sorge rief Paulus damals die Gemeinde in Korinth dazu auf, die Lehre vom stellvertretenden Sühnetod Jesu Christi und seiner Auferstehung unbedingt festzuhalten. Wie der Fortgang des Kapitels verdeutlicht, wurde damals vor allem die Lehre von Jesu Auferstehung infragegestellt.

Heute wird selbst in manchen Freikirchen kontrovers darüber diskutiert, was es mit Jesu Kreuzestod auf sich hat. Die Lehre von Jesu stellvertretendem Sühnetod wird dabei manchmal bestenfalls als eine Deutungsmöglichkeit gesehen. Wir von Evangelium21 sehen das mit großer Sorge. Uns ist es ein Herzensanliegen, dass diese überaus frohe Botschaft wieder ins Zentrum vieler Gemeinden rückt. Das biblische Evangelium ist auch im 21. Jahrhundert Gottes Kraft. Es erfüllt Christen mit einer tragfähigen Hoffnung sowie überwältigender Freude an Gott und gehört in das Zentrum der Gemeindearbeit.

Deswegen steht das Evangelium im Zentrum unserer Arbeit, mit der wir uns bemühen, Impulse in Gemeinden zu senden, durch die diese gestärkt und neu belebt werden können. Dazu veranstalten wir Konferenzen, und dafür arbeitet die Redaktion, um Bücher, Booklets, Artikel, Podcasts, Videos und Vorträge zu veröffentlichen. Auch im vergangenen Jahr ist in diesen Bereichen einiges passiert:

Über 2.500 Teilnehmer auf sieben Konferenzen

Auf insgesamt sieben Konferenzen mit rund 30 Vorträgen, unzähligen Begegnungen, ermutigenden und herausfordernden Themen sowie Seminaren wurden dieses Jahr mehr als 2.500 Teilnehmer geprägt. Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit den ausrichtenden Gemeinden vor Ort. Auch 2025 durften wir erleben, dass der Wunsch nach geistlichem Wachstum durch Gottes Wort in den Gemeinden groß ist. Wir freuen uns, dass die E21-Konferenzen dazu beitragen dürfen, die Teilnehmer im Glauben zu ermutigen und auszurüsten.

Den Start ins Konferenzjahr machten die Regionalkonferenzen Süd und Schweiz, die am selben Wochenende im Januar stattfanden. Während Hauptredner Gavin Ortlund in München zum Thema „Einig… aber wie?“ dazu aufrief, wahre Einheit mit Geschwistern im Evangelium zu suchen, ging es in Aarau unter anderem mit Ron Kubsch darum, dass „Liebe und Wahrheit“ zwar eine Spannung vermitteln, aber nicht im Widerspruch zueinander stehen.

Das jährliche Highlight, die Hauptkonferenz in Hamburg, fand dieses Jahr zu dem Thema „Der Heilige Geist“ statt. Die Konferenz fand ohne internationalen Hauptredner statt. Der Fokus lag darauf, die Person und Rolle des Heiligen Geistes besser zu verstehen, um entgegen mancher Spektakel der aktuellen Zeit klarzumachen: Der Heilige Geist wirkt da, wo das Wort Gottes verkündigt wird. In den Pausen wurde das Kennenlernen der rund 1.100 Teilnehmer durch gezielte Netzwerktreffen unterstützt. Diese wurden sehr positiv und dankbar angenommen.

Den Oktober füllten die zwar noch jungen, aber mittlerweile etablierten Konferenzen in Südost und Österreich. Nathan Knight und Rudi Tissen verfolgten in Salzburg das Anliegen, bei den rund 120 Teilnehmern neue „Sehnsucht nach Gott“ zu wecken. Peter Krell sprach vor ca. 150 Teilnehmern in Schwabach bei Nürnberg zum Thema „Herr, lehre uns beten“ über das Vaterunser.

Zum zweiten Mal nach 2022 fand im November eine Regionalkonferenz in Unna statt. Unter dem Thema „Für Anbetung geschaffen“ beschäftigten sich die ca. 250 Teilnehmer durch Vorträge, Seminare und einen Lobpreisabend mit den Psalmen und der Herrlichkeit Gottes.

Wie auch in den letzten Jahren rundete die Frauenkonferenz kurz vor der Adventszeit das Konferenzjahr ab. 360 Teilnehmerinnen vor Ort in Werther und noch mindestens 400 weitere Frauen auf insgesamt 29 Watchpartys verteilt hörten den Aufruf von Natalie Brand: „Ladies, wir sind Theologen!“. Keine emanzipierte Revolution, sondern die einfache Erkenntnis: Gott zu lieben, heißt, ihn durch sein Wort immer besser zu kennen und einander dabei zu unterstützen.

Die Josia-Konferenz für Jugendliche pausierte dieses Jahr, wird aber vom 1.–3. Januar in Bielefeld durchstarten. Dafür fanden im Sommer zwei regionale Josia-Tage in Wetzlar und der Schweiz statt.

Die Vorträge der Konferenzen können über unseren Podcast, in der Mediathek (nach Serien filtern) oder (je nach Konferenz) bei YouTube abgerufen werden.

Neue Veröffentlichungen und ein neuer Podcast

Im Lauf des Jahres konnten wir drei Booklets herausbringen und in Zusammenarbeit mit Verbum Medien und dem Betanien Verlag mehrere neue Ressourcen veröffentlichen, die Gemeinden dienen und Christus groß machen.

Kurz vor der Hauptkonferenz konnten wir den Artikel „Die Entweihung des Menschen“ von Carl R. Trueman als Booklet zugänglich machen – eine pointierte, kulturkritische Hilfe, die zeigt, wie die Moderne das Menschsein entheiligt und warum die gottgegebene Natur unseres verkörperten Lebens verteidigt werden muss. Von R.C. Sproul erschien auf der Hauptkonferenz im Mai Wer ist der Heilige Geist? – ein verständlicher Einstieg in Person und Werk des Heiligen Geistes und Teil der Reihe Fragen zum christlichen Glauben. Mit „Wahrheit und Liebe“ von Thomas Wohler konnte zudem ein seelsorgerliches Booklet vorgelegt werden, das Fallgruben der Seelsorgepraxis benennt und zeigt, wie beide Seiten in der Begleitung von Menschen zusammengehören.

Für die Arbeit mit Kindern und Familien sind im Herbst zwei praktische New-City-Katechismus-Formate erschienen: das kompakte New City Katechismus für Kids und der New City Katechismus (Tischkalender) zur wöchentlichen Vertiefung im Gemeindeleben und zu Hause.

Zudem ist mit Sam Allberrys Kommentar zum Jakobusbrief ein neuer Beitrag in der Reihe Die Bibel erklärt erschienen – ein leicht zugänglicher Kommentar für stille Zeit, Hauskreis und Predigtvorbereitung – samt passendem Arbeitsheft für das persönliche oder gruppengestützte Bibelstudium.

Tanja Bittner untersucht in einem Booklet, das Ende Oktober veröffentlicht wurde, die populäre Hoffnung, dass sich Lebensprobleme durch Selbstliebe lösen lassen, und zeigt: Die Bibel sieht unser Problem woanders.

Schließlich wurde die Kursreihe Gesunde Gemeinden mit den Heften 6–10 vervollständigt; sie vertieft auf Grundlage der neun Merkmale gesunder Gemeinden zentrale Eigenschaften des Gemeindelebens und hilft Christen, diese vor Ort auszuleben.

Wir sind dankbar für die wachsende Partnerschaft im Evangelium und beten, dass diese Materialien in Gemeinden verteilt, studiert und fruchtbar eingesetzt werden.

Ende April ging außerdem nach längerer Vorbereitung die erste Folge des neuen Podcasts Psalm Hundert online. Es geht darin um das Thema Lobpreis in der Gemeinde. Jotham Booker und Sammi Stolz besprechen Themen rund um Gemeindemusik, Gottesdienst und Worship.

Top-Artikel 2025

Im vergangenen Jahr wurden ca. 250 Artikel neu auf unserer Webseite veröffentlicht. Etwa 60 Artikel wurden dabei von deutschsprachigen Autoren verfasst. Unter den in diesem Jahr veröffentlichten Artikeln hatten folgende Artikel die meisten Aufrufe:

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Es gibt viel zu tun

Hinter den Konferenzen, Veröffentlichungen und den Online-Beiträgen steckt ein Team aus angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Aufgaben in den unterschiedlichen Bereichen übernehmen. Die Arbeit wächst stetig. Es geht z.B. um die Planung der Hauptkonferenz, die Audio- und Videoaufnahmen auf der Hauptkonferenz, die Abstimmung mit den Teams vor Ort bei den Regionalkonferenzen, die Arbeit des Redaktionsteams, der Übersetzer und Lektoren, die Tätigkeit des EDV-Teams und verschiedene Verwaltungstätigkeiten wie etwa die Buchführung.

Wir sind dankbar für unsere Mitarbeiter. Aktuell sind 15 in Anstellung oder mit einem Minijob beschäftigt. Daneben unterstützen uns etwa 35 Mitarbeiter regelmäßig bei vielen Aufgaben ehrenamtlich. Die Lohnkosten für diese Mitarbeiter werden primär aus Spenden finanziert. Wir danken allen Unterstützern von Herzen!

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