Ein Frieden, der echt und ewig ist

Jahresbericht 2023

News von Evangelium21
9. Dezember 2023

Leider sprechen wir dieser Tage wieder vermehrt über fehlenden Frieden. Die Kriege sind ein Grund dafür, doch auch in unserem alltäglichen Miteinander hakt es gewaltig. Ein Blick in die eigenen vier Wände oder das eigene Herz zeigt das hinreichend auf.

„Der Gott des Friedens hat uns aber in unserem dunklen Unfrieden nicht allein gelassen, sondern vor Grundlegung der Welt einen Plan zum Frieden gemacht.“
 

Das ist natürlich nichts Neues. Die große Geschichte der Bibel macht bereits deutlich: Menschen leben im Unfrieden miteinander und mit Gott, weil sie meinen, es besser zu wissen als Gott. Diese Auflehnung gegen Gott führt notwendigerweise zu Dunkelheit, Entfremdung und Unfrieden. Der Gott des Friedens hat uns aber in unserem dunklen Unfrieden nicht allein gelassen, sondern vor Grundlegung der Welt einen Plan zum Frieden gemacht. Vater, Sohn und Geist entschlossen sich, Frieden zu bringen und diese Mission keinem fehlbaren Menschen zu überlassen, sondern selbst in die Hand zu nehmen. Der Schlangenzertreter wurde verheißen, erwartet und empfangen. Vor 2.000 Jahren kam er in Jesus zu uns, um als einziger voller Frieden zu sein, unsere Schuld am Kreuz unverdient zu tragen und Unfrieden und Tod in der Auferstehung zu besiegen. Die einst Entfremdeten werden in diesem historischen Ereignis mit Gott versöhnt. Der unauflösbare Unfrieden zwischen dem Heiligen und uns ist gelöst. Jesus versöhnt uns mit Gott. Wahrer Frieden ist möglich und real – für jene, die ihm vertrauen. Diese Botschaft ist überwältigend und lebensverändernd, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Ich wünsche dir ein Bewusstsein dieses ewigen Friedens. Das prägt unseren Alltag, unseren Umgang miteinander, und löst letztlich auch die katastrophalsten Kriege dieser Welt.

Evangelium21 wurde vor etwa 12 Jahren gegründet, weil wir überzeugt sind, dass das 21. Jahrhundert vorrangig eines benötigt: das Evangelium. Unsere Mission ist es, ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten Gnade allein, Glaube allein, die Schrift allein, Christus allein und zu Gottes Ehre allein Impulse zu setzen, die Gemeinden neu beleben und stärken.

Große Nachfrage nach Konferenzen

Nach den Unregelmäßigkeiten während der Corona-Jahre haben die Konferenzen mehr Fahrt denn je aufgenommen. Neue Regionalkonferenzen sind entstanden und weitere in Planung. Wir sind dankbar für die Nachfrage.

„Unsere Mission ist es, Impulse zu setzen, die Gemeinden neu beleben und stärken.“
 

Wir blicken zurück auf die Hauptkonferenz mit Mark Dever und Mack Stiles im April, wo wir uns dem Thema „Evangelisation“ widmeten. Die Vorträge sind wie gewohnt online über die Website und YouTube kostenlos abzurufen.

Die erste Regionalkonferenz Mitte im Juni in Wetzlar war ein weiterer Höhepunkt. Tom Schreiner bewegte mit uns das Thema „Theologie für die Gemeinde“ und ermutigte uns dazu, das rechte Verständnis von Gott nie von unserer persönlichen Nachfolge zu trennen. Gute Theologie nährt vielmehr die Hingabe zu Gott.

Im September fand die Regionalkonferenz Südwest zum zweiten Mal in Kaiserslautern statt, diesmal mit dem Thema „Ruhe finden“. Gerade in der schnelllebig digitalen Welt waren diese Impulse für viele von großem Nutzen.

Eine Woche später gab es eine Premiere in Salzburg: die erste Regionalkonferenz in Österreich. Vaughan Roberts ermutigte die Teilnehmer, Gottes großen Plan in der Bibel zu sehen, und erinnerte daran, dass Gott regiert. Gerade in unruhigen Zeiten ist diese Erinnerung eines souveränen Gottes relevant.

Im Oktober erlebten Hunderte Jugendliche einmal mehr eine gelungene Josia-Konferenz in Gießen. Rudi Tissen und andere bewegten dort basierend auf Hebräer 11–12 das Thema „(Un)sichtbar?! – Eine Generation mit Durchblick“. Josia ist die Jugendarbeit von Evangelium21 und prägt seit Jahren die nächste Generation. Der Aufbruch, den wir dort unter jungen Christen erleben, ist eine Gebetserhörung.

Die dritte Neuheit in diesem Jahr war die erste E21-Frauenkonferenz Mitte Oktober in München. Nancy Guthrie sprach über das Thema ihres hervorragenden Buches „Besser als Eden“ und ermutigte die etwa 230 Frauen vor Ort und über 300 Frauen im Livestream. Gott ist ein Gott, der sein Wort hält und für die Seinen eine Zukunft bereitet, die besser als Eden ist. Die Resonanz war ausgezeichnet und spornt uns an, auch nächstes Jahr eine Frauenkonferenz zu veranstalten. Bitte bete für einen geeigneten Veranstaltungsort in der Mitte Deutschlands für etwa 400 bis 600 Teilnehmer.

Auch im Jahr 2024 erwarten uns einige Konferenzen, wie die Hauptkonferenz in Hamburg vom 13. bis 15. Juni mit dem Bestseller-Autor Carl Trueman. Außerdem planen wir Regionalkonferenzen in Leipzig, Zürich, Salzburg und Kaiserslautern. Auch soll eine Josia-Konferenz und die zweite E21-Frauenkonferenz vom 29. bis 30. November stattfinden. Besonders freuen wir uns auf eine Konferenz in einer neuen Region: Am 9. November soll die erste Regionalkonferenz Südost in Nürnberg stattfinden. Noch weniger konkret und doch im Gespräch ist eine E21-Musikkonferenz, wo wir besonders Musiker und Leiter mit evangeliumszentrierter Musik prägen wollen.

All diese Konferenzen sind das Ergebnis vieler positiver Rückmeldungen, zahlreicher Angebote zur Mithilfe und die wachsende Nachfrage nach regionalen Konferenzen. Sie bedeuten auch viel Arbeit, und so bitten wir um dein Gebet für Gelingen bei allen großen und kleinen Aufgaben rund um alle Konferenzen.

Wichtige Projekte in Zusammenarbeit

Auch dieses Jahr durften wir bei diversen Buch-Projekten mit Verbum Medien helfen. Wir konnten gemeinsam an insgesamt fünf Veröffentlichungen arbeiten: Ist die Bibel vertrauenswürdig? und Wie erkenne ich den Willen Gottes? von R.C. Sproul. Die beiden Büchlein gehören zur Reihe „Fragen zum christlichen Glauben“ und wollen kurze und bündige Antworten auf wichtige Fragen geben. Des Weiteren entstanden drei Bücher zum Bibelstudium und der Kleingruppenarbeit: der Kommentar zu den Psalmen von Christopher Ash und das passende Arbeitsheft dazu. Außerdem konnte das Arbeitsheft zum Epheserbrief von Richard Coekin veröffentlicht werden. Die drei Bücher gehören zu der Reihe „Die Bibel erklärt“, die Prof. Bartholomä als „kleine, aber feine Kommentarreihe“ beschreibt, „die Abschnitt für Abschnitt durch die Bücher der Bibel führt: verständlich, lebensnah und vom Evangelium gesättigt“. Wir brauchen solche Ressourcen, um von der Bibel angetrieben klar und relevant Hoffnung in die Welt zu rufen.

Ein Veröffentlichungshighlight dieses Jahr war das kürzlich erschienene Buch Fremde Neue Welt von Carl Trueman. Ulrich Parzany schrieb dazu im Vorwort: „Dieses Buch sollten alle lesen, die die rapiden Veränderungen verstehen wollen, die sich in unserer Gesellschaft gegenwärtig vollziehen.“ Wir wünschen uns weite Verbreitung bei Eltern, Studenten, Lehrern, Pastoren oder einfach neugierigen Christen, die sich so mit den enormen Umwälzungen in unserer fremden neuen Welt vertraut machen und lernen können, angemessen darauf zu reagieren.

Überdies konnten wir auf fast allen Konferenzen gute Bücher verschenken und sind unseren Freunden bei 3L, Betanien und CV Dillenburg für die Partnerschaft im Evangelium sehr dankbar. Wir sind überzeugt, dass es gute Bücher braucht, um Ortsgemeinden zu stärken, und freuen uns über den Schulterschluss mit vielen Verlagen in diesem Anliegen. Wir werden unterstützen und mit anpacken, wo wir können.

Wachsende Anzahl deutschsprachiger Autoren

Wir freuen uns, dass die Beiträge auf unserer Webseite mehr und mehr gelesen und geteilt werden. Die meisten Aufrufe verzeichneten 2023 der im Januar veröffentlichte Artikel „Warum finde ich in der Gemeinde keine Freunde? Wie das Evangelium unseren Blick auf Freundschaft prägt“ von Andreas Dück, der Artikel „Eine Sünde, über die wir nie sprechen“ (von Trevin Wax) über das Thema Selbstmitleid und „Schöne Unterschiedlichkeit“ von Andrew Wilson, der die (gesamtbiblische) Komplementarität von Mann und Frau beleuchtet. Es ist erfreulich, dass die Beiträge deutschsprachiger Autoren regelmäßig auf großes Interesse der Leserschaft stoßen. Die Redaktion arbeitet verstärkt daran, einen Autorenpool aufzubauen und den Anteil dieser Artikel in Zukunft weiter auszubauen.

Ausgewählte Artikel wurden letztes Jahr über die sozialen Medien geteilt und für den Podcast eingesprochen. Um immer über die neuesten Artikel, Bücher und Konferenzen informiert zu werden, kann der Newsletter abonniert werden.

Wie kannst du die Arbeit von E21 unterstützen?

Hinter der Arbeit von Evangelium21 steckt ein Team von engagierten Mitarbeitern; aktuell helfen 45 Personen in den verschiedenen Bereichen mit. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe und weil die Arbeit wächst, haben wir personell weiter aufgestockt. Weitere Mitarbeiter werden für die Arbeit in der Redaktion und Administration aufgebaut. Das Event-Team muss vergrößert werden. Auch das Social-Media-Team ist gewachsen.

Wir vertrauen darauf, dass Gott Herzen bewegt, um die dafür nötigen Finanzen zur Verfügung zu stellen. Wenn du uns finanziell unterstützen möchtest, kannst du folgende Möglichkeiten nutzen:

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