Grund zum Rühmen

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Eph 2,8-9) 

Das Neue Testament setzt Glauben und Gnade in Zusammenhang, um dafür zu sorgen, dass wir uns nicht über etwas rühmen, was nur die Gnade kann. 

Eines der bekanntesten Beispiele ist Epheser 2,8. Aus Gnade, durch den Glauben. Das ist der Zusammenhang, der die Freiheit der Gnade schützt. Aus Gnade, durch den Glauben. 

Der Glaube ist die Abkehr unserer Seele von unserer eigenen Ungenügsamkeit und die Hinwendung zu den allgenugsamen Mitteln Gottes. Der Glaube konzentriert sich auf die Freiheit Gottes, den Unwürdigen seine Gnade zu schenken. Er baut auf Gottes Fülle. 

Darum macht der Glaube von Natur aus alles Rühmen zunichte und stimmt stattdessen mit der Gnade überein. Wo der Glaube auch hinsieht, erkennt er Gottes Gnade hinter jeder lobenswerten Tat. Darum kann er sich nicht rühmen, es sei denn im Herrn. Dem Urheber der Gnade. 

Nachdem Paulus erklärt, dass die Rettung aus Gnade durch den Glauben kommt, fügt er deshalb hinzu: „[Und] das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Eph 2,8–9). Der Glaube kann sich nicht der menschlichen Güte oder Kompetenz oder Weisheit rühmen, weil der Glaube seinen Blick ganz auf die freie, alles schenkende Gnade Gottes lenkt. Alles Gute, was der Glaube sieht, sieht er als Frucht der Gnade. 

Wenn der Glaube unsere von Gott geschenkte „Weisheit, [...] Gerechtigkeit, [...] Heiligung und [...] Erlösung“ betrachtet, dann ruft er aus: „Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!“ (1Kor 1,30–31). 

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