Ein Volk für seinen Namen

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Simon hat erzählt, wie Gott zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen.“ (Apg 15,14) 

Wir können schwerlich überbetonen, welche zentrale Rolle Gottes Namen, d. h. Gottes Ruhm, darin spielt, die Mission der Gemeinde voranzutreiben. 

In Apostelgeschichte 10 erlebte Petrus, wie seine Welt durch die Vision der unreinen Tiere und die Lektion, dass er das Evangelium nicht nur den Juden, sondern auch den Heiden predigen sollte, komplett auf den Kopf gestellt wurde. Nach diesem Erlebnis kam er zurück nach Jerusalem und berichtete den anderen Aposteln, dass alles Gottes Eifer für seinen Namen geschuldet war. Wir wissen das, weil Jakobus Petrus‘ Rede folgendermaßen zusammenfasst: „[...] Brüder, hört mir zu! Simon hat erzählt, wie Gott zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen“ (Apg 15,13–14). 

Es überrascht nicht, dass Petrus sagt, dass es Gottes Plan war, sich ein Volk für seinen Namen zu schaffen, weil der Herr Jesus Petrus einige Jahre zuvor eine unvergessliche Lektion erteilt hatte. 

Vielleicht erinnerst du dich noch daran, wie sich Petrus, nachdem sich der reiche Jüngling von Jesus abgekehrt hatte und ihm nicht nachfolgen wollte, mit der Frage an Jesus wandte: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil?“ (Mt 19,27). Jesus wies ihn sanft zurecht und drückte faktisch aus, dass es kein zu hohes Opfer geben kann, wenn man für den Namen des Menschensohnes lebt. Er sagte: „Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben“ (Mt 19,29). 

Die Wahrheit liegt auf der Hand: Gott geht mit allmächtiger Freude seinem weltweiten Plan nach, sich ein Volk für seinen Namen aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen zu berufen (Offb 5,9; 7,9). Er ist unermüdlich in seinem eigenen Enthusiasmus für den Ruhm seines Namens unter den Völkern. 

Wenn wir also unsere Empfindungen in Einklang mit den seinen bringen und um seines Namens Willen auf das Streben nach unserem eigenen Ruhm und unseren eigenen Annehmlichkeiten in dieser Welt verzichten und unser Leben stattdessen für seinen Plan mit dieser Welt hingegeben, dann wird Gottes allmächtige Treue zu seinem Namen wie ein Banner vor uns herziehen und dann können wir gar nicht verlieren, auch wenn wir durch viele Bedrängnisse gehen müssen (Apg 14,22; Röm 8,35–39). 

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