Was es bedeutet, Gott zu lieben

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„O Gott, du bist mein Gott; früh suche ich dich! Meine Seele dürstet nach dir; mein Fleisch schmachtet nach dir in einem dürren, lechzenden Land ohne Wasser, dass ich deine Macht und Herrlichkeit sehen darf, gleichwie ich dich schaute im Heiligtum.“ (Psalm 63,2–3) 

Nur bei Gott kann ein Herz wie das von König David Erfüllung finden. Und David war ein Mann nach Gottes Herzen. Dafür sind wir also alle geschaffen. 

Das ist im Kern, was es bedeutet, Gott zu lieben: nämlich in ihm Erfüllung zu finden. In ihm – nicht nur in seinen guten Gaben, sondern in Gott selbst, in seiner herrlichen Person! 

Die Liebe zu Gott umfasst unter anderem, dass wir all seine Gebote befolgen, dass wir seinem Wort glauben und dass wir ihm für alle seine Gaben danken. Doch das ist nicht die Hauptsache, so wichtig diese Dinge auch sind. Im Kern geht es darum, dass wir Gott bewundern und alles genießen, was er ist. Und dieser Genuss, diese Freude an Gott, sorgt erst dafür, dass all unsere weiteren Reaktionen auf ihn, Gott zutiefst ehren. 

Wir erkennen das intuitiv und wissen es zudem aus der Schrift. Wie ist es denn mit uns selbst? Fühlen wir uns am meisten geehrt, wenn uns jemand aus einem Pflichtgefühl heraus liebt oder wenn diese Liebe aus der ehrlichen Freude an unserem Zusammensein kommt? 

Ich ehre meine Frau doch am meisten, wenn ich sage: „Es macht mich glücklich, mit dir Zeit zu verbringen.“ Mein Glück ist ein Echo davon, wie wundervoll sie ist. Genauso ist es mit Gott. Er wird am meisten in uns verherrlicht, wenn wir in ihm zutiefst erfüllt sind. 

Keiner von uns hat dieses vollkommene Erfülltsein in Gott schon erreicht. Mein Hang zum Murren, wenn ich Dinge einbüße, die ich als angenehm oder praktisch empfinde, bereitet mir in diesem Punkt oft Kummer. Aber ich habe geschmeckt, dass der Herr gut ist. Aus Gottes Gnade kenne ich jetzt die Quelle der ewigen Freude. 

Und ich liebe es, Menschen für diese Freude zu begeistern, bis sie mit mir in Davids Worte einstimmen: „Eines erbitte ich von dem HERRN, nach diesem will ich trachten: dass ich bleiben darf im Haus des HERRN mein ganzes Leben lang, um die Lieblichkeit des HERRN zu schauen und [ihn] zu suchen in seinem Tempel“ (Ps 27,4). 

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