Sieben Freudenquellen

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Ich [...] fließe über von Freude bei all unserer Bedrängnis.“ (2Kor 7,4) 

Was mich so an Paulus erstaunt, ist, wie unglaublich belastbar seine Freude selbst in den schwierigsten Umständen war! 

Wie kam das? 

Erstens hat es Jesus gelehrt: „Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen [...]. Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel“ (Lk 6,22–23). Für Jesus häufen die Bedrängnisse deinen Lohn im Himmel an – der viel länger Bestand hat als der Lohn hier auf der Erde. 

Zweitens kommt die Freude vom Heiligen Geist, nicht aus unserer eigenen Kraft oder Fantasie oder familiären Prägung. „Die Frucht des Geistes aber ist [...] Freude [...]” (Gal 5,22). „[Ihr habt] das Wort unter viel Bedrängnis aufgenommen [...] mit Freude des Heiligen Geistes“ (1Thess 1,6). 

Drittens beruht sie auf unserer Zugehörigkeit zu Gottes Reich: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist“ (Röm 14,17). 

Viertens kommt sie aus dem Glauben, also dem Vertrauen auf Gott: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben“ (Röm 15,13). „[So] weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen sein werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben“ (Phil 1,25). 

Fünftens kommt sie daher, dass wir Jesus als Herrn sehen und erkennen: „Freut euch im Herrn allezeit“ (Phil 4,4). 

Sechstens kommt sie aus der Gemeinschaft mit anderen Christen, die daran mitarbeiten, dass wir auf diese Freudenquellen schauen, statt uns auf unsere trügerischen Umstände zu konzentrieren: „[Wir] sind Mitarbeiter an eurer Freude“ (2Kor 1,24; ELB). 

Siebtens beruht sie auf den heiligenden Auswirkungen unserer Bedrängnisse: „[Wir] rühmen uns [...] in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung“ (Röm 5,3–4). 

Wenn wir noch nicht an dem Punkt sind wie Paulus, der sagt: „Ich [...] fließe über von Freude bei all unserer Bedrängnis“, dann ruft er uns genau dazu auf: „Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich [Nachahmer] des Christus bin!“ (1Kor 11,1). Und für die meisten von uns heißt das: Zeit, ernsthaft ins Gebet zu gehen und genau darum zu bitten. Weil ein Leben im Heiligen Geist ein übernatürliches Leben ist. 

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