Die Errettung des Paulus ist für dich geschehen

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„[Ich war] zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler [...]. Aber mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend im Unglauben getan habe. Und die Gnade unseres Herrn wurde über alle Maßen groß samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. [...] Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben.“ (1Tim 1,13–14.16) 

Die Bekehrung des Paulus ist für dich geschehen. Hast du es gehört? Noch einmal: „Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben.“ Das sind wir – du und ich. 

Ich hoffe, dass du diese Worte ganz persönlich hörst. Gott hatte dich im Sinn, als er Paulus erwählte und ihn auf diese Weise in seiner souveränen Gnade errettete. 

Wenn du an Jesus glaubst, der dir das ewige Leben schenkt – oder du das in der Zukunft tun wirst –, dann ist Paulus‘ Bekehrung für dich geschehen. Seine Bekehrung ist genauso abgelaufen, um die unglaubliche Geduld Christi für dich greifbar zu machen. 

Wir dürfen nicht vergessen, was Jesus mit Paulus vor dessen Bekehrung lange, lange Zeit durchmachen musste. „Warum verfolgst du mich?“, fragte Jesus auf der Straße nach Damaskus (Apg 9,4). „Du verfolgst mich mit deinem Leben im Unglauben und im Aufstand gegen mich!“ Und doch schreibt Paulus in Galater 1,15, dass Gott ihn vom Mutterleib an für sein Apostelamt ausgesondert hat. Das ist erstaunlich. Es bedeutet, dass sein ganzes Leben bis zum Augenblick seiner Bekehrung eine lange Beschimpfung Gottes und eine lange Zurückweisung und Verhöhnung Jesu war – der ihn doch schon vor seiner Geburt zum Apostel bestimmt hatte. 

Deshalb sagt Paulus, dass seine Bekehrung ein wunderbarer Beweis von Jesu Geduld ist. Und das ist, was Jesus auch für uns heute bereithält. 

Das Wie und Wann von Paulus‘ Errettung ist für uns geschehen. Um uns „alle Langmut“ Jesu zu beweisen (1Tim 1,16). Damit wir nicht den Mut verlieren. Damit wir nicht denken, dass er uns nicht wirklich retten kann. Damit wir nicht meinen, dass er zum Zorn neigt. Damit wir nicht meinen, dass wir viel zu weit von ihm entfernt sind, als dass er uns zurückholen könnte. Damit wir nicht meinen, dass unsere Liebsten sich niemals bekehren können – plötzlich, unerwartet, durch die souveräne, überströmende Liebe Jesu. 

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