Du kannst am Ende gar nicht verlieren

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Ihr sollt eine Wache haben! Geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt!“ (Mt 27,65) 

Als Jesus tot und begraben war und ein großer Stein vor dem Grab lag, kamen die Pharisäer zu Pilatus und baten ihn um Erlaubnis, den Stein versiegeln und das Grab bewachen zu lassen. 

Sie haben alles versucht – aber vergeblich. 

Es war damals hoffnungslos, es ist heute hoffnungslos und es wird immer hoffnungslos bleiben. So sehr sie es auch versuchen, können die Menschen Jesus einfach nicht am Boden halten. Sie können ihn nicht zwingen, im Grab zu bleiben. 

Es ist nicht schwer zu verstehen: Er kann ausbrechen, weil er nicht hineingezwungen wurde. Er hat sich selbst verleumden und schikanieren und ablehnen und verspotten und herumschubsen und sogar töten lassen. 

„[Ich lasse] mein Leben [...], damit ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen.“ (Joh 10,17-18) 

Niemand kann ihn am Boden halten, weil ihn niemand zu Boden geschlagen hat. Er hat sich niedergelegt, als er dazu bereit war. 

Als es so aussieht, als ob er ein für alle Mal begraben worden wäre, tut Jesus etwas Erstaunliches in der Dunkelheit. „Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß“ (Mk 4,26–27). 

Die Welt denkt, dass Jesus erledigt ist – aus dem Weg geräumt –, doch Jesus wirkt inmitten der dunklen Orte. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht“ (Joh 12,24). Er hat sich begraben lassen („Niemand nimmt [mein Leben] von mir [...].“) und er wird in Kraft heraustreten, wo und wann es ihm gefällt („Ich [...] habe Vollmacht, es wieder zu nehmen.“). 

„Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde“ (Apg 2,24). Jesus ist unser Hohepriester „aufgrund der Kraft unauflöslichen Lebens“ (Hebr 7,16). 

Mehr als zweitausend Jahre setzt die Welt schon alles daran – aber vergeblich. Sie können ihn nicht begraben. Sie können ihn nicht zurückhalten. Sie können ihn nicht zum Schweigen bringen oder ihn in irgendeiner Weise begrenzen. Jesus lebt und es steht ihm vollkommen frei, überall hinzugehen, wohin er will. 

Vertraue ihm und gehe mit ihm mit, koste es, was es wolle. Du kannst am Ende gar nicht verlieren. 

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