Was es bedeutet, die zu segnen, die dir fluchen

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen [...].“ (Mt 5,44) 

Das Gebet für deine Feinde ist eine der tiefsten Formen der Liebe, weil es bedeutet, dass du dir wirklich wünschst, dass ihnen Gutes geschieht. 

Es kann sein, dass du deinen Feinden Gutes tust, ohne dir dabei ehrlich zu wünschen, dass es ihnen gut geht. Doch das Gebet für deine Feinde geschieht in Gottes Gegenwart, der dein Herz kennt, und Beten heißt, vor Gott für sie einzutreten. 

Es kann für ihre Bekehrung sein. Es kann für ihre Umkehr sein. Es kann dafür sein, dass ihnen die Feindseligkeit in ihrem Herzen bewusst wird. Es kann dafür sein, dass er sie in ihrer sündigen Abwärtsspirale aufhält, selbst, wenn es durch Krankheit oder Not geschieht. Doch das Gebet, an das Jesus hier denkt, wünscht sich immer ihr Bestes. 

Das war, was Jesus tat, als er am Kreuz hing: 

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34). 

Und das war, was Stephanus tat, als er gesteinigt wurde: 

„Und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ (Apg 7,60) 

Jesus ruft uns nicht nur dazu auf, unseren Feinden Gutes zu tun, wie sie zu grüßen und ihnen in ihrer Not auszuhelfen (Mt 5,47); sondern auch, uns das Beste für sie zu wünschen und diesen Wunsch im Gebet auszudrücken, selbst, wenn sie gerade nicht da sind. 

Es sollte unser Herzenswunsch sein, dass sie gerettet werden und dass wir sie im Himmel wiedersehen und dass sie ewiges Glück finden. Möge Gott uns die Gnade geben, so zu beten wie der Apostel Paulus für das jüdische Volk, von dem nicht wenige ihm das Leben sehr schwer gemacht haben: 

„[Der] Wunsch meines Herzens und mein Flehen zu Gott für Israel ist, dass sie gerettet werden“ (Röm 10,1). 

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