Hoffnung für die Extremsituation

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
23. Februar 2021
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„Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes ruht auf euch [...].“ (1Petr 4,14). 

Viele Christen auf der Welt erleben heute nicht mehr die lebensbedrohliche Gefahr, die mit einem Leben in Christus einhergeht. Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir frei von dieser Art von Verfolgung sind. Das erscheint uns ganz normal. 

Darum ist unsere erste Reaktion auf die bedrohliche Vorstellung, dass die Dinge auch anders laufen könnten, häufig, ärgerlich zu werden. Doch dieser Ärger kann ein Zeichen dafür sein, dass wir vergessen haben, dass wir hier nur Gäste und Fremdlinge sind („Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge [...]“;  1Petr 2,11). 

Vielleicht haben wir es uns in dieser Welt zu bequem gemacht. Wir verspüren nicht das gleiche Heimweh nach Christus wie Paulus, wenn er schreibt: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter“ (Phil 3,20). 

Viele von uns brauchen die Erinnerung: „Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges“ (1Petr 4,12). Es ist nicht fremdartig. 

Hast du dich je gefragt, was du in einer lebensbedrohlichen Extremsituation tun würdest, wenn dein Glaube auf die Probe gestellt wird? Der Attentäter steht vor dir und fragt dich: „Bist du Christ?“ Ich habe ein starkes Wort für dich, dass dir Hoffnung geben soll, dass du besser mit dieser Situation umgehen würdest, als du jetzt denkst. 

Petrus sagt: „Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes ruht auf euch [...]“ (1Petr 4,14). Diese Ermutigung von Petrus sagt uns, dass in der Extremsituation (ob uns nun Schmähung oder Tod droht) „der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes“ auf uns ruhen wird. Das bedeutet doch, dass Gott in einer solchen Stunde der Not besondere Hilfe für alle die bereithält, die dafür leiden, dass sie zu Christus gehören, oder nicht? 

Ich sage damit nicht, dass Gott in anderen Notlagen abwesend ist. Ich sage einfach nur, dass Petrus hier so deutlich wie möglich ausdrückt, dass alle, die „um des Namens des Christus willen“ leiden, auf besondere Weise erleben werden, dass „der Geist der Herrlichkeit, [der Geist] Gottes“ auf ihnen „ruht“. 

Ich bete, dass du diese Erfahrung machst, wenn die Stunde der Not kommt. Wir werden in diesem Moment eine besondere Kraft zum Durchhalten empfangen, die wir zu einer anderen Zeit nicht hätten. Deshalb sage ich dir: Habe Mut.