Cynical Theories

Rezension von Tim Challies
26. Februar 2021 — 14 Min Lesedauer

Man kann keine Nachrichten mehr lesen, nicht mehr durch Twitter scrollen, in keinem Buchladen mehr stöbern und wahrscheinlich nicht einmal mehr mit dem Nachbarn sprechen, ohne zu merken, dass sich alles irgendwie nur noch um Rasse, Gender und Identität dreht. In kurzer Zeit haben wir ein ganz neues Vokabular kennengelernt, das eine Reihe von neuen Ideen transportiert.

Man hat uns gesagt, dass Sprache gewalttätig sein kann und dass die Wissenschaften entkolonisiert werden müssen. Man hat uns gesagt, dass es kein biologisches Geschlecht gibt und dass weiße Menschen von Natur aus rassistisch sind. Man hat uns gesagt, Gender sei fluide und Fettleibigkeit sei gesund. Solche Ideen haben sich sehr schnell als unanfechtbare Wahrheiten in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Entsprechend muss man denjenigen, die in irgendeiner Weise davon abweichen, die schlimmsten Etiketten anheften: transphob, bigott, hasserfüllt, rassistisch, Verfechter der weißen Vorherrschaft.

Woher kommen diese Ideen? Wie konnten sie in unserer Kultur so stark Fuß fassen? Und was wird wohl mit unserer Gesellschaft passieren, wenn wir ihren logischen Schlussfolgerungen bis zum Ende folgen? Darum geht es in dem neuen Buch von Helen Pluckrose und James Lindsay: Cynical Theories: How Activist Scholarship Made Everything about Race, Gender, and Identity – and Why This Harms Everybody.

Ich könnte mich irren, aber ich glaube, dass es eines der besten und wichtigsten Bücher des vergangenen Jahres ist. Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht zu optimistisch, aber ich denke, dass es sich als wichtige und zentrale Ressource für diejenigen erweisen wird, die sich weigern, ihre Knie vor dieser neuen Ideologie zu beugen.

Ich bin ein konservativer Christ, der Rezensionen schreibt, die hauptsächlich von anderen konservativen Christen gelesen werden. Aus diesem Grund weise ich darauf hin, dass Pluckrose und Lindsay keine Christen sind, sondern eher klassische Liberale, die an den wichtigsten Grundsätzen des Liberalismus festhalten: politische Demokratie, die Entwicklung der universellen Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Respekt vor dem Wert der Meinungsvielfalt und ehrlicher Debatten, Religionsfreiheit usw. Diese Philosophie und diese Werte bildeten in den letzten zwei Jahrhunderten eine Art gemeinsame Basis für Diskussionen und Debatten innerhalb der westlichen Gesellschaft. Auch wenn der Liberalismus sicherlich nicht alle Übel aus der Welt geschafft hat, sind die Autoren sicher, dass er die Werkzeuge zur Verfügung stellt, mit denen man dies letztendlich erreichen wird, wenn wir nur weiterhin dranbleiben.

Heute steht der Liberalismus jedoch einer Herausforderung gegenüber, die die Autoren als „Soziale Gerechtigkeit“ bezeichnen – eine Ideologie, die sie klar von der klein geschriebenen „sozialen Gerechtigkeit“ unterscheiden, bei der es nur um Gerechtigkeit und Gleichheit in der gesamten Gesellschaft geht. Die „Soziale Gerechtigkeit“ ist so etwas wie ein Kind, das aus der Verbindung von Postmoderne und Kritischer Theorie hervorgegangen ist. Diese Bewegung betrachtet den Liberalismus als Unterdrückung und setzt immer autoritärere Mittel ein, um die Gesellschaft gemäß ihrer alternativen Ideologien neu zu ordnen. Cynical Theories ist als Einführung und Leitfaden für die Sprache und die Gepflogenheiten gedacht, die mit Sozialer Gerechtigkeit verbunden sind.

„Dieses Buch“, so die Autoren, „will erklären, wie die Postmoderne ihre Zynischen Theorien anwandte, um das zu dekonstruieren, was wir einvernehmlich als ‚die alten Religionen‘ des menschlichen Denkens bezeichnen könnten – zu denen traditionelle religiöse Glaubensrichtungen wie das Christentum und säkulare Ideologien wie der Marxismus ebenso gehören wie kohärente moderne Systeme wie die Wissenschaft, der philosophische Liberalismus und der ‚Fortschritt‘ – und wie sie sie durch eine eigene neue Religion namens ‚Soziale Gerechtigkeit‘ ersetzte.“

Nichts Geringeres als ein neuer Glaube ist entstanden, „der die Welt nicht mehr in Begriffen von subtilen spirituellen Kräften wie Sünde und Magie interpretiert, ... sondern sich stattdessen auf subtile materielle Kräfte konzentriert, wie systemische Bigotterie und diffuse, aber allgegenwärtige Systeme von Macht und Privilegien“.

Aufstieg und Niedergang der Postmoderne

Zu Beginn des Buches stellen Pluckrose und Lindsay die Postmoderne als eine Ablehnung der Moderne und der Modernität vor. Es handelt sich um eine Philosophie, die von Skepsis geprägt ist gegenüber der Möglichkeit, objektives Wissen zu erlangen. Sie entstand in den 1960er Jahren in der akademischen Welt und fasste am stärksten in Europa Fuß. Dabei war sie aber zu pessimistisch und sogar zu nihilistisch, um die Menschen zu irgendeiner Art von mutigem Handeln oder Aktivismus aufzurufen, so dass sie innerhalb von ein paar Jahrzehnten weitgehend versiegte. Ihre beiden bleibenden Beiträge waren

  • ihr Wissensprinzip, wonach alle Wahrheitsansprüche in Wirklichkeit kulturelle Konstrukte sind, die die Werte einer bestimmten Kultur widerspiegeln und die daher außerhalb dieser Kultur weder Wert noch Gültigkeit haben; und
  • ihr politisches Prinzip, wonach die Gesellschaft von den Mächtigen so organisiert wird, dass erstens ihre Macht erhalten bleibt, dass die Mächtigen zweitens in der Lage sind, zu bestimmen, was eine Kultur als objektiv wahr und moralisch richtig ansieht, und dass diese Macht drittens durch Diskurse oder die Art, wie man über Dinge spricht, manifestiert und verstärkt wird.

Hinter diesen beiden Schlüsselprinzipien stehen vier Themen:

  1. die Verwischung von Grenzen (z.B. zwischen Subjektivität und Objektivität, Wahrheit und Glauben, Geschlecht und Gender),
  2. die Macht der Sprache (Worte werden von den Mächtigen geschaffen und zur Norm erhoben, um die Marginalisierten zu unterdrücken),
  3. kultureller Relativismus (Normen und Moral werden innerhalb einer individuellen Kultur geschaffen und haben außerhalb dieser Kultur keine Gültigkeit) und
  4. der Verlust des Individuellen und des Universellen (der große Fokus ist nicht die Menschheit oder das Individuum, sondern Identitätsgruppen).
„So begann die Ära der politischen Korrektheit, in der Sprache ständig daraufhin untersucht wurde, ob und wie schädlich oder sogar gefährlich sie ist.“
 

Die Postmoderne war eigentlich kurz davor, in der Versenkung zu verschwinden. Doch in den späten 1980er Jahren begann eine neue Gruppe von Wissenschaftlern (die bereits von der Kritischen Theorie der bekannten Frankfurter Schule beeinflusst waren), die Prinzipien der Postmoderne anzuwenden, um die Gesellschaft im Sinne der Sozialen Gerechtigkeit neu zu gestalten. Diese „anwendungsorientierten Postmodernisten“ nahmen sich vor, alle gesellschaftlichen Diskurse kritisch zu untersuchen, um die Machtdynamik – die nach ihrer Theorie darin vorhanden sein musste – zu entdecken und aufzudecken. Dabei hatten sie es besonders auf die Sprache abgesehen, denn

„... wenn Wissen ein Konstrukt der Macht ist, das durch die Art und Weise funktioniert, wie wir über Dinge sprechen, dann kann Wissen verändert und können Machtstrukturen gestürzt werden, indem wir die Art und Weise ändern, wie wir über Dinge sprechen.“

So begann die Ära der politischen Korrektheit, in der Sprache ständig daraufhin untersucht wurde, ob und wie schädlich oder sogar gefährlich sie ist (das heißt, ob und wie sie ein Ausdruck von Macht für die einen und von Ausgrenzung für die anderen ist). In den frühen 2000er Jahren wurde die Grenze zwischen Wissenschaft und Aktivismus zunehmend unscharf und die großen Ideen begannen ihren Sprung von der Wissenschaft in die breite Gesellschaft.

Die Theorie der Sozialen Gerechtigkeit

Nach dieser Vorstellung der ursprünglichen Postmoderne und der angewandten Postmoderne untersuchen die Autoren fünf verschiedene akademische Gebiete, in denen die Theorie der Sozialen Gerechtigkeit tiefe Wurzeln schlug und von wo aus sie sich dann weiter ausbreitete: Postkoloniale Theorie, Queer-Theorie, Kritische Rassentheorie, Gender Studies und – in jüngerer Zeit – Disability Studies und Fat Studies (Studien über Behinderung und Fettleibigkeit).

  • Die postkoloniale Theorie widmet sich der Dekonstruktion des Westens, indem sie die Auswirkungen des Kolonialismus rückgängig zu machen sucht. Sie postuliert, dass nicht-westliche Kulturen nicht in der Weise existierten, wie wir das aus westlicher Sicht meinen. Sie seien uns lediglich so beschrieben worden, um ein Gegenüber, ein „Anderes“, vor Augen zu malen, das man ausbeuten konnte. Auf diese Weise beschreibt „Osten“ nichts Objektives, sondern ist nur die geringere Alternative zu „Westen“. Aus diesem Bereich stammt der heute gebräuchliche Begriff „Othering“, der sich darauf bezieht, andere durch Sprache zu verunglimpfen, um sich ihnen gegenüber überlegen zu fühlen.
  • Die Queer-Theorie setzt sich dafür ein, alles – vor allem aber Gender und Sexualität – von traditionellen Normen zu befreien. Sie sieht die traditionelle Sexualmoral als ein Konstrukt der patriarchalen, heterosexuellen Kultur, das zerstört werden muss. Sie schuf das Wort „queering“, um den Prozess der Befreiung von allem zu beschreiben, was zu Unrecht als normal angesehen wird. Die Queer-Theorie ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich das gesellschaftliche Verständnis der Sexualität von Binaritäten zu Spektren und von einer starren zu einer plastischen Natur verändert hat. Und natürlich hat es die Queer-Theorie geschafft, dass Homosexualität nicht länger als ein Verhalten, sondern als eine Identität wahrgenommen wird – also dass Homosexualität nicht etwas ist, was man tut, sondern was man ist.
  • Die Kritische Rassentheorie (CRT) behauptet, Rasse sei ein soziales Konstrukt, das dazu dient, die weiße Vorherrschaft und weiße Privilegien aufrechtzuerhalten. Der Schlüssel zur CRT ist die „Positionalität“, die besagt, dass die Position einer Person in der Gesellschaft, d.h. ihre Identitätsgruppe(n), diktiert, wie gut und wie genau sie die Welt verstehen kann. Diejenigen, die an den Rand gedrängt werden, haben Wissen, das denjenigen in Machtpositionen nicht zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass die Mächtigen den Marginalisierten zuhören müssen, damit auch sie Wissen erlangen können. CRT ist zudem eng mit Intersektionalität verbunden. Diese soll zeigen, wie Vorurteile durch die Überschneidung mehrerer marginalisierter Identitäten verstärkt werden. Laut CRT ist Rassismus in der westlichen Gesellschaft in einem solchen Ausmaß allgegenwärtig, dass jede Interaktion zwischen einer weißen Person und einer Person of Color notwendigerweise durch ein Ungleichgewicht der Macht gekennzeichnet und getrübt wird. Die Aufgabe der Gesellschaft und des Einzelnen ist es, auf dieses Ungleichgewicht aufmerksam zu machen und es durch ein Bewusstsein abzubauen, das rassistische Diskriminierung wahrnimmt.
  • Der Feminismus existierte lange vor der Postmoderne, wurde aber transformiert, als er in die Soziale Gerechtigkeit eingegliedert wurde. „Mehrere Achsen marginalisierter Identität wurden direkt vor der Nase der früheren Feministinnen herbei-theoretisiert und damit die Notwendigkeit, alles durch eine Linse zu lesen, die auf potenzielle Unterdrückung, Bigotterie, Ungerechtigkeit und Missstände fokussiert – und auf die eigene Mitschuld an Systemen von Macht und Privilegien.“ Es war dieser Studienzweig, der der Standpunkttheorie zum Durchbruch verhalf. (Die Standpunkttheorie besagt, dass Wissen so mit Macht verbunden ist, dass den Marginalisierten Wissen zur Verfügung steht, das den Mächtigen nicht zugänglich ist.) Aus diesem Studienzweig stammt auch die Auffassung, dass Gender eher in den subjektiven Erwartungen der Gesellschaft verwurzelt ist als in biologischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen.
  • In jüngerer Zeit haben die Disability Studies versucht, Behinderung eher als eine Identität denn als ein Leiden zu betrachten. Die Fat Studies beteuern, dass negative Wahrnehmungen der Fettleibigkeit in die gleiche Kategorie gehören wie Rassismus oder Homophobie.

Von der Wissenschaft in die Gesellschaft

Seit etwa 2010 hat eine große Verschiebung stattgefunden, in deren Verlauf ein Großteil der abstrakten Theorie als real angenommen wurde – also dass sie die Welt beschreibt, wie sie wirklich ist. Mit anderen Worten: Konzepte, die weitgehend auf einen kleinen Teil der Wissenschaft beschränkt waren, verbreiteten sich in verschiedenen Disziplinen und schwappten dann über auf den Normalbürger. Inzwischen werden sie in der gesamten westlichen Gesellschaft als selbstverständlich angesehen, und zwar in einem Ausmaß, dass die Menschen heute „einfach wissen“, dass sie wahr sind.

„Das Ergebnis ist: Der Glaube, die Gesellschaft werde durch bestimmte, jedoch weitgehend unsichtbare, identitätsbasierte Macht-und-Privilegien-Systeme strukturiert, die über die Art und Weise, wie über Dinge gesprochen wird, Wissen konstruieren, wird nun von Gelehrten und Aktivisten der Sozialen Gerechtigkeit [und allen anderen] als eine objektiv wahre Aussage über das Organisationsprinzip der Gesellschaft angesehen. ... Deshalb heißt es in der Wissenschaft der Sozialen Gerechtigkeit ständig, dass Patriarchat, weiße Vorherrschaft, Imperialismus, Cisnormativität, Heteronormativität, Behindertenfeindlichkeit und Fettphobie buchstäblich die Gesellschaft strukturieren und alles infizieren. Sie existieren in einem Zustand der Immanenz – immer und überall präsent.“

Und wenn sie immer und überall präsent sind, wenn sie so tief in unser Wissen über die Welt eingebettet sind, müssen wir nicht nur unsere persönlichen Interaktionen, sondern auch „Texte, Ereignisse, Kultur, Aktivitäten, Orte, Räume, Einstellungen, Denkweisen, Formulierungen, Kleidung und jedes andere denkbare kulturelle Artefakt auf versteckte Bigotterie untersuchen, entlarven und sie und ihre Quellen aus der Gesellschaft entfernen – oder zumindest den Zugang zu den Mitteln der kulturellen Produktion“. Was natürlich genau das ist, was wir heute überall sehen, vor allem in der „Cancel Culture“.

Was man dagegen tun kann

Die Autoren bieten also einen Überblick, wie die Postmoderne mit dem neomarxistischen Denken verschmolz, dies zu einem Motor für den Aktivismus wurde, den Sprung von der Wissenschaft in das populäre gesellschaftliche Bewusstsein schaffte und unsere kulturellen Gespräche völlig veränderte. Und das wirft die Frage auf: Was tun wir dagegen? Welche Alternativen haben diejenigen unter uns, die besorgt sind, die nicht bereit sind, die Voraussetzungen zu akzeptieren und die sich nicht auf diesen Aktivismus einlassen wollen?

Pluckrose und Lindsay mögen Recht haben, wenn sie behaupten, dass die Soziale Gerechtigkeit die Saat ihrer eigenen Zerstörung in sich trägt. Aber sie liegen gewiss auch damit richtig, dass diese, bevor sie sich selbst verbrannt hat, vielen Menschen schaden und großes gesellschaftliches Unheil anrichten wird. Daher fordern die Autoren eine Rückkehr zu den Prinzipien des klassischen Liberalismus, der aus ihrer Sicht die Gesellschaft bis heute treu – wenn auch unvollkommen – geführt hat und dies auch in Zukunft tun kann.

„Diese Ideen müssen debattiert und überwunden werden, was bedeutet, dass wir sie als so autoritär, inkohärent und widersprüchlich entlarven müssen, wie sie wirklich sind.“
 

Auch wenn Christen sicherlich über einen bloßen Liberalismus hinausgehen wollen, können wir den beiden Ansätzen zustimmen, die die Autoren befürworten. Erstens müssen wir uns der Institutionalisierung des Glaubenssystems der Sozialen Gerechtigkeit widersetzen. Es hat sich unter der Tarnung, keine Religion zu sein, leise an den Schranken vorbeigeschlichen hat, die es verbieten, jemand anderem seinen Glauben aufzuzwingen. Das bedeutet, dass wir uns gegen populäre Forderungen wehren müssen, die von Einzelnen verlangen, Erklärungen zu Vielfalt, Gleichberechtigung oder Inklusion abzugeben, oder die sie zwingen, verpflichtende Schulungen zu Vielfalt oder Gleichberechtigung zu absolvieren. Zweitens müssen wir einen fairen Kampf gegen die Ideen der Sozialen Gerechtigkeit führen. Diese Ideen müssen debattiert und überwunden werden, was bedeutet, dass wir sie als so autoritär, inkohärent und widersprüchlich entlarven müssen, wie sie wirklich sind.

Und vielleicht wird genau hier deutlich, warum der Aufstieg der Sozialen Gerechtigkeit einige unerwartete Verbündete zusammenbringt. Es sind nicht nur Christen, die unnachgiebig für soziale Gerechtigkeit und damit unerbittlich gegen Soziale Gerechtigkeit sind. Es sind nicht nur Christen, die Soziale Gerechtigkeit als einen ungeprüften, unbewiesenen, unwissenschaftlichen und letztlich ungerechten Kult oder als ein Glaubenssystem ansehen, das darauf hinausläuft, die de facto-Staatsreligion der westlichen Welt zu werden. Natürlich werden unsere Analyse der Probleme und unsere Lösungsvorschläge in vielerlei Hinsicht anders ausfallen, denn im Gegensatz zu unseren liberalen Freunden glauben wir, dass wahre Weisheit von außerhalb dieser Welt stammt und dass der Ausgangspunkt aller wahren Erkenntnis Gott und das Buch ist, das er uns gegeben hat. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass Cynical Theories: How Activist Scholarship Made Everything about Race, Gender, and Identity – and Why This Harms Everybody sich als unschätzbares Hilfsmittel erweisen kann und wird, um die heutige Welt besser zu verstehen. Es kann begreifbar machen, weshalb Soziale Gerechtigkeit nicht für Gerechtigkeit und Gleichheit für alle sorgen kann und wird. Aus diesem Grund empfehle ich es.

Buch

Helen Pluckrose, James Lindsay, Cynical Theories: How Activist Scholarship Made Everything About Race, Gender, and Identity: And Why This Harms Everybody, Pitchstone Publishing: Durham (USA) 2020, 351 Seiten, ca. 25 €.

Tim Challies ist Pastor, bekannter Redner, Autor zahlreicher Artikel und Pionier unter christlichen Bloggern. Challies.com ist eines der meistgelesenen christlichen Blogs auf der Welt. Tim ist Autor mehrerer Bücher, darunter Visual Theology, The Next Story und Epic: An Around-the-World Journey through Christian History. Er und seine Familie leben in der Nähe von Toronto, Ontario (Kanada).