Wie diene ich einem schlechten Chef?

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
19. Januar 2021
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„[Dient] mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisst: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier.“ (Eph 6,7-8) 

Lass dir diese fünf Punkte aus Epheser 6,7–8 durch den Kopf gehen. Wie können dir diese Verse im Blick auf deine Arbeit helfen? 

1) Die Verse rufen uns dazu auf, den Herrn radikal in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen. 

Das sticht gegenüber unserem täglichen Arbeitstrott hervor. Paulus sagt, dass wir jede Arbeit, die wir tun, für Christus tun sollen und nicht für irgendeinen menschlichen Vorgesetzten. „[Dient] mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen [...].“ 

Das bedeutet, dass wir in allem, was wir auf der Arbeit tun, an den Herrn denken sollen. Wir sollen uns fragen: „Warum möchte der Herr, dass diese Sache getan wird? Auf welche Weise gefällt es dem Herrn? Wann möchte es der Herr? Wird der Herr mir dabei helfen? Wird der Herr damit geehrt? Mit anderen Worten: Christsein bedeutet, den Herrn in unserem Leben und Arbeiten radikal in den Mittelpunkt zu stellen. 

2) Die Verse rufen uns dazu auf, gut zu sein. 

Ein Leben, in dem der Herr im Mittelpunkt steht, bedeutet als guter Mensch zu leben und gute Dinge zu tun. Paulus sagt: „[Dient] mit gutem Willen“. Und kurz darauf: „Was ein jeder Gutes tun wird, [...].“ Jesus hat gesagt, dass die Menschen „[unsere] guten Werke sehen und [unseren] Vater im Himmel preisen“ werden, wenn wir unser Licht leuchten lassen (Mt 5,16). 

3) Die Verse rufen uns dazu auf, auch für rücksichtslose, irdische Arbeitgeber gute Arbeit zu leisten. 

Paulus möchte Christen dazu befähigen, aus der Motivation, den Herrn in den Mittelpunkt zu stellen, auch ihren Vorgesetzten, die achtlos mit ihnen umgehen, Gutes zu tun. Wie schaffst du es, weiter gute Arbeit zu leisten, wenn dich dein Chef ignoriert oder sogar kritisiert? Paulus Antwort: Hör auf, deinen Chef als deinen wichtigsten Vorgesetzten zu sehen, und fang an, für den Herrn zu arbeiten. Tu das gerade in den Aufgaben, die dir dein irdischer Vorgesetzter gibt. 

4) Die Verse machen uns Mut, dass nichts Gutes vergebens getan wird. 

Am wundervollsten ist womöglich dieser Satz: „Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier.“ Wie wundervoll das ist! Alles! Alles, „was ein jeder Gutes tun wird“. Jede kleine Sache, die du tust, die gut ist, wird vom Herrn gesehen und wertgeschätzt und belohnt. 

Und er wird es dir vergelten. Nicht in dem Sinne, dass du dir irgendetwas verdient hast – so als ob du ihn zu deinem Schuldner machen könntest. Du gehörst ihm genau wie alles andere im Universum. Er schuldet uns nichts. Doch er entscheidet sich frei und aus seiner Gnade dazu, uns für alle guten Dinge, die wir im Glauben tun zu belohnen. 

5) Die Verse machen uns Mut, dass eine unbedeutende Stellung hier auf der Erde einem großen Lohn im Himmel nicht im Wege steht. 

Der Herr wird dich für alles Gute, was du tust, belohnen – ob du „ein Sklave oder ein Freier“ bist. In den Augen deines Vorgesetzten bist du vielleicht völlig unbedeutend – sozusagen nicht mehr als ein Sklave, der Befehle auszuführen hat. Oder er weiß gar nicht, dass es dich gibt. Das spielt keine Rolle. Der Herr weiß, dass es dich gibt. Und am Ende wird kein treuer Dienst umsonst sein.