Weihnachten bringt Freiheit

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.“ (Hebr 2,14-15) 

Jesus wurde Mensch, denn was gebraucht wurde, war der Tod eines Menschen der mehr war als nur ein Mensch. Bei der Menschwerdung schloss sich Gott selbst in die Todeszelle ein. 

Christus hat sich nicht in Todesgefahr begeben. Er wählte den Tod. Er nahm in an. Genau deshalb ist er gekommen: „nicht [...], um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45). 

Kein Wunder, dass der Teufel Jesus vom Kreuz abhalten wollte – erst in der Wüste (Mt 4,1–11), dann aus dem Mund von Petrus (Mt 16,21–23)! Das Kreuz zerstörte den Teufel. Wie tat Jesus das? 

In Hebräer 2,14 lesen wir, dass der Teufel „die Macht des Todes“ hat. Das bedeutet, dass der Teufel die Fähigkeit hat, den Tod mit Angst zu erfüllen. „Die Macht des Todes“ ist die Macht, die Menschen durch die Angst vor dem Tod zu knechten. Es ist die Kraft, die Menschen in ihrer Sünde verharren lässt, sodass der Tod für sie zu einem Schrecken wird. 

Doch Jesus nimmt dem Teufel diese Macht. Er hat ihn entwaffnet. Er hat für uns einen Brustpanzer der Gerechtigkeit geschmiedet, der uns gegen die Verdammnis des Teufels immun macht. Wie hat er das getan? 

Durch seinen Tod hat Jesus alle unsere Sünden weggewischt. Und einen Menschen ohne Sünde kann der Teufel nicht verdammen. Durch Jesu Vergebung sind wir endlich unzerstörbar. Der Teufel hatte den Plan, Gottes Herrschaft zu zerstören, indem er Gottes Nachfolger in Gottes eigenem Gerichtssaal verdammt. Doch jetzt gibt es keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Der Verrat des Teufels ist fehlgeschlagen. Sein kosmischer Verrat ist vereitelt. Der Fürst dieser Welt, wie sau’r er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht.“ Das Kreuz hat ihn durchbohrt. Und er hat bald seinen letzten Atemzug gemacht. 

Weihnachten bringt Freiheit. Freiheit vor der Todesangst. 

Jesus hat in Bethlehem unser Wesen angenommen, um in Jerusalem unseren Tod zu sterben – damit wir heute dort, wo wir sind, furchtlos sein können. Ja, furchtlos. Denn, wenn die größte Bedrohung für meine Freude weggenommen ist, warum sollte ich mich dann um die kleinen Bedrohungen sorgen? Wie kannst du denn überhaupt sagen: „Ich fürchte mich nicht mehr vor dem Sterben, aber ich habe wirklich Angst davor, meinen Job zu verlieren“? Nein. Nein. Denk noch mal nach! 

Wenn der Tod (Ich habe gesagt: der Tod! – kein Puls, erkaltet, aus und vorbei!), wenn der Tod nicht mehr zu fürchten ist, dann sind wir frei, wirklich frei. Frei, jegliches Risiko unter Sonne für Christus und für die Liebe einzugehen. Nicht mehr Knechte der Angst. 

Wenn der Sohn dich freigemacht hat, dann bist du wirklich frei! 

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