Die größte denkbare Errettung

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde [...].“ (Jer 31,31) 

Gott ist gerecht und heilig und getrennt von Sündern, wie wir es sind. Das ist unser Hauptproblem zu Weihnachten – und zu jeder anderen Zeit im Jahr. Wie können wir mit einem gerechten und heiligen Gott versöhnt werden? 

Nichtsdestotrotz ist Gott barmherzig und hat in Jeremia 31 (also 500 Jahre vor Christus) versprochen, dass er eines Tages etwas Neues bewirken wird. Er wird die Schatten mit der Wirklichkeit des Messias ersetzen. Und er wird auf kraftvolle Weise in unserem Leben wirken und seinen Willen in unser Herz schreiben, sodass wir nicht mehr von außen gezwungen sind, sondern ihn von innen heraus wirklich lieben und ihm vertrauen und ihm nachfolgen wollen. 

Das wäre die größte denkbare Errettung – wenn Gott uns die herrlichste Wirklichkeit im gesamten Universum schenken würde, damit wir sie genießen können, und dann in uns bewirken würde, dass wir diese Wirklichkeit mit der größtmöglichen Freiheit und der größtmöglichen Freude genießen können. Das wäre ein Weihnachtsgeschenk, von dem es sich zu singen lohnt. 

Das ist es, was Gott tatsächlich im neuen Bund verheißen hat. Aber es gab ein gewaltiges Hindernis. Unsere Sünde. Unsere Trennung von Gott wegen unserer Ungerechtigkeit. 

Wie soll ein heiliger und gerechter Gott uns Sünder mit so viel Freundlichkeit behandeln, dass er uns die herrlichste Wirklichkeit im ganzen Universum schenkt (seinen Sohn), damit wir ihn mit der größten überhaupt möglichen Freude genießen können? 

Die Antwort ist, dass Gott unsere Sünden auf seinen Sohn geworfen hat und sie dort gerichtet hat, damit sie nicht mehr zwischen uns stehen und er uns barmherzig behandeln und dabei heilig und gerecht bleiben kann. In Hebräer 9,28 lesen wir: „[Christus hat] sich einmal zum Opfer dargebracht [...], um die Sünden vieler auf sich zu nehmen [...].“ 

Christus hat unsere Sünden an seinem eigenen Leib getragen, als er für uns starb (1Petr 2,24). Er hat das Urteil, das für uns bestimmt war, auf sich genommen (Röm 8,3). Er hat unsere Schuld ausgelöscht (Röm 8,1). Und das bedeutet, dass unsere Sünden weggenommen sind (Apg 10,43). Gott denkt nicht mehr an sie – er nimmt sie nicht mehr zur Grundlage, um uns zu verurteilen. In diesem Sinne „vergisst“ er sie (Jer 31,34). Sie haben im Tod Christi ihr Ende gefunden. 

Das bedeutet, dass es Gott jetzt in seiner Gerechtigkeit freisteht, uns mit all den unaussprechlich herrlichen Verheißungen des neuen Bundes zu überschütten. Er schenkt uns Christus, die herrlichste Wirklichkeit im ganzen Universum, damit wir ihn genießen können. Und er schreibt seinen eigenen Willen – sein eigenes Herz – in unser Herz –, damit wir von innen heraus verwandelt, frei und froh Christus lieben und Christus vertrauen und Christus nachfolgen können. 

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