Sünde, Satan, Seuche oder Sabotage

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
29. Oktober 2020
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„Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen soll. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne.“ (2Kor 12,8–9) 

Lässt es sich gleichsetzen, wenn ein Christ leidet, weil er verfolgt wird, und wenn ein Christ leidet, weil er an Krebs erkrankt? Gelten die Verheißungen, die für die eine Situation gegeben wurden, auch für die andere? Ich würde sagen ja. Wenn wir ernsthaft aus Glauben zu Gottes Ehre und für die Errettung anderer Menschen leben wollen, werden uns ein Leben lang Hindernisse und Leiden begegnen. Das Leiden, das ein gehorsamer Christ erlebt, ist Teil dessen, was es kostet, im Gehorsam gegenüber Gottes Ruf zu leben. 

Indem wir uns für ein Leben in der Nachfolge entscheiden und Christus auf dem Weg folgen, den er uns weist, entscheiden wir uns für alles, was er in seiner Souveränität für diesen Weg vorsieht. Daher ist alles Leiden, das uns auf dem Weg des Gehorsams begegnet, ein Leiden mit Christus und für Christus – egal ob eine Krebserkrankung hier bei uns zuhause oder ein Leben als verfolgter Christ in einem fernen Land. 

Und wir „entscheiden“ uns in dem Sinne dafür, dass wir bereitwillig den Weg des Gehorsams einschlagen, auf dem uns Leiden treffen kann, und wir murren nicht gegen Gott. Wir dürfen – wie Paulus – beten, dass Gott unser Leiden wegnimmt (2Kor 12,8); doch wenn Gott etwas anderes vorhat, dann nehmen wir unser Leiden an, weil es zu den Kosten der Nachfolge auf dem Weg des Gehorsams gehört, den wir auf den Weg zum Himmel gehen. 

Alles Leiden, das einem Christen auf dem Weg des Gehorsams widerfährt, egal ob durch Verfolgung oder Krankheit oder Unfälle, hat eins gemeinsam: Es gefährdet unseren Glauben an Gottes Güte und bringt uns in die Versuchung, vom Weg des Gehorsams abzuweichen. 

Darum ist jeder Sieg im Glauben und jedes Ausharren im Gehorsam ein Zeugnis davon, dass Gott gut ist und dass Christus kostbar ist – komme Sünde, Satan, Seuche oder Sabotage. Darum ist alles Leiden jeglicher Art, das wir auf dem Weg der christlichen Nachfolge durchmachen, ein Leiden „mit Christus“ und „für Christus“. 

Mit ihm in dem Sinne, dass wir leiden, während wir im Glauben mit ihm wandeln und dass wir es aus der Kraft durchstehen, die er uns gibt als unser Hohepriester, der Mitleid mit uns hat (Hebr 4,15). 

Und für ihn in dem Sinne, dass unser Leiden prüft und beweist, dass wir an seiner Güte und Kraft festhalten und dass es seinen Wert offenbart als der beste Lohn und Preis, der völlig genügt.