Hedonismus für Eheleute

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
22. Oktober 2020
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„Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat [...].“ (Eph 5,24-25) 

In der Ehe sehen wir ein Muster der Liebe, das von Gott eingesetzt worden ist. 

Die Rolle von Ehemann und Ehefrau sind nicht identisch. Der Ehemann soll sich besonders Christus als Haupt der Gemeinde zum Vorbild nehmen. Die Ehefrau soll sich besonders Gottes Bild von der Gemeinde, die sich vertrauensvoll Christus unterordnet, zum Vorbild nehmen. 

Dadurch beginnt eine Umkehr der sündhaften und schädlichen Folgen des Sündenfalls. Der Sündenfall hat die liebevolle Führung des Mannes bei einigen in feindseliges Dominanzgehabe und bei anderen in faule Gleichgültigkeit verkehrt. Der Sündenfall hat die intelligente, bereitwillige Unterordnung der Frau bei einigen in manipulative Unterwürfigkeit und bei anderen in dreiste Aufsässigkeit verkehrt. 

Die ersehnte Erlösung, die endlich in Jesus Christus, unserem Messias, gekommen ist, besteht nicht darin, dass die geschaffene Ordnung aus liebevoller Führung und vertrauensvoller Unterordnung abgeschafft wird, sondern darin, dass sie zurückgewonnen wird. Ehefrauen, lebt als Erlöste und ordnet euch eurem Ehemann freudig unter nach dem Vorbild von Gottes Absicht für seine freudige Gemeinde! Ehemänner, lebt als Erlöste und seit eurer Ehefrau ein liebevolles Haupt nach dem Vorbild von Gottes Absicht für den überschwänglich liebenden Christus! 

Ich sehe in Epheser 5,21–33 zwei Dinge: 1.) die Darstellung des christlichen Hedonismus in der Ehe und 2.) die Richtung, die ihre natürlichen Regungen einschlagen sollten. 

Ehefrauen, sucht eure Freude in der Freude eures Ehemanns, indem ihr seine gottgegebene Rolle als „Haupt“ oder Anführer in eurer Beziehung bekräftigt und ehrt. Ehemänner, sucht eure Freude in der Freude eurer Ehefrau, indem ihr euch eurer Verantwortung stellt, zu führen, wie Christus die Gemeinde geführt und sein Leben für sie hingegeben hat. 

Ich möchte Gottes Güte in meinem eigenen Leben bezeugen. Ich habe den christlichen Hedonismus im selben Jahr entdeckt, indem ich geheiratet habe, im Jahre 1968. Seitdem sind Noël und ich im Gehorsam gegenüber Christus so leidenschaftlich, wie wir nur konnten, den tiefsten, anhaltendsten Freuden nachgejagt, die es gibt. Unvollkommen und bisweilen halbherzig haben wir beide unsere Freude in der Freude des anderen gesucht. 

Und wir können nach nun beinahe 50 Jahren Ehe gemeinsam bezeugen: Jeder verheiratete Mensch findet in diesem Ansatz die Freude, nach der sich sein Herz sehnt. Für uns ist die Ehe ein Nährboden für den christlichen Hedonismus geworden. Indem jeder seine Freude in der Freude des anderen sucht und die Rolle erfüllt, die Gott ihr oder ihm gegeben hat, machen wir das Geheimnis der Ehe als Bild für Christus und die Gemeinde zu seiner großen Ehre und zu unserer großen Freude sichtbar.