Ich glaube an Gott, den Allmächtigen

Artikel von Benjamin Schmidt
24. September 2020 — 3 Min Lesedauer
„Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir und sei untadelig!“ (1.Mose 17,1)

Mit diesen Worten stellt sich Gott seinem Freund Abraham bei der ersten Begegnung vor. Der Begriff „Gott, der Allmächtige“ (im Hebräischen: El Schaddai) bedeutet so viel wie „Gott, der alle Macht besitzt“. An anderer Stelle wird er auch mit dem Namen „der Mächtige Jakobs“ vorgestellt. Diese Namen Gottes sollen verdeutlichen, dass Gott über alles in der Welt Macht und Autorität besitzt. Er ist derjenige, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gehört.

Gott besitzt viele Namen, die seine besonderen Eigenschaften beschreiben. So ist er sowohl „der Allmächtige“ als auch „der Besitzer (oder auch Schöpfer) des Himmels und der Erde“ (1Mo 14,19). Er ist der „Erbauer aller Dinge“ (Hebr 3,4), der „König des Himmels“ (Dan 4,37), der „Gott allen Fleisches“ (Jer 32,27) und der „ewige König“ (Jer 10,10). Er ist der „allein weise Gott“ (Jud 1,25), der „ewige Gott“ (1Mo 21,33), der „unendliche Gott“ (Jes 40,28), „der Gott, der alles wirkt“ (Pred 11,5). Er ist mächtig „weit mehr zu tun als wir erbitten oder verstehen“ können (Eph 3,20). „Er tut große Dinge, die unerforschlich sind, und Wunderwerke ohne Zahl“ (Hiob 9,10).

Seine Macht ist unbegrenzt. Er tut alles, was Ihm gefällt, und wann es Ihm gefällt (vgl. Ps 115,3). Er rief das Universum ins Sein (vgl. 1Mo 1,3), und er muss niemandem Rechenschaft darüber ablegen, was er tut oder was er vorhat zu tun.

„Gegen ihn sind alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen; er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will, und es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du?“ (Dan 4,32).

Wenn wir Gott als den Allmächtigen sehen, müssen wir vor Staunen und Ehrfurcht erzittern, angesichts der Tatsache, dass er ein „großer, mächtiger und furchtgebietender Gott“ ist (5Mo 10,17). Er ist über alle Dinge erhaben – und das ohne jede Einschränkung! Dessen müssen wir uns bewusst sein, wenn wir folgende Bibelstelle lesen:

„Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe; ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige‘; aber mit meinem Namen ‚Jahwe‘ habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben“ (2Mo 6,3).

Warum ist diese Stelle so bedeutsam? Weil Gott, der Allmächtige sich seinem Bundesvolk unter einem neuen, persönlichen Namen offenbart. Gott, der Allmächtige möchte eine persönliche Beziehung zu seinen menschlichen Geschöpfen haben. Und er ist der Initiator dieser Beziehung. Er beugt sich herab, überbrückt die Kluft und nähert sich dem Menschen, der Ihm den Rücken zugekehrt, und seine Ehre mit Füßen getreten hat. Noch deutlicher wird dies, als Gott, der Allmächtige in seinem Sohn, Jesus Christus, auf diese Erde kam. Er tat dies, um sich ein Volk aus allen Sprachen und Nationen zu erlösen, um mit ihnen und unter ihnen und in ihnen zu wohnen. Hier erniedrigte sich Gott, der Allmächtige, zutiefst, kam als kleines Kind in die Welt um am Kreuz für die Vergebung der Sünden zu sterben; „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,15–16).

„In seinem Sohn, Jesus Christus, erniedrigte sich Gott, der Allmächtige, zutiefst, kam als kleines Kind in die Welt um am Kreuz für die Vergebung der Sünden zu sterben; „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat“
 

Dieser allmächtige Gott ist völlig anders als die Machthaber dieser Welt, die ihre Macht allein zu ihren Gunsten gebrauchen. Hat dieser allmächtige Gott nicht all unseren Dank und unsere Ehrerbietung verdient?

Benjamin Schmidt ist Leiter des Herold Verlags. Als Diakon der Immanuel-Gemeinde Wetzlar ist er im Bibelunterricht und in der Kinderarbeit tätig. Benjamin ist verheiratet mit Hanna und gemeinsam haben sie drei Kinder.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Zeitschrift Herold, 5/2020, Nr. 5 (761), S. 8. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.