Wie ich der sündigen Begierde die Stirn biete

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
23. Juli 2020
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„Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuss der Sünde zu haben, da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an.“ (Hebr 11,24-26) 

Oder auf das Wesentliche reduziert: „Durch Glauben [entfloh] Mose [...]  [dem] vergänglichen Genuss der Sünde [...];  denn er sah die Belohnung an“ (Hebr 11,24-26) 

Der Glaube gibt sich nicht mit dem „vergänglichen Genuss“ zufrieden. Er hat einen unbändigen Hunger nach Freude. Freude, die bleibt. Freude für immer. „Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!“ (Ps 16,11). Der Glaube lässt sich also nicht vom betrügerischen Genuss der Sünde ablenken. So schnell gibt er nicht auf auf seiner Suche nach größtmöglicher Freude. 

Die Aufgabe von Gottes Wort ist dabei, den Glaubenshunger nach Gott zu nähren. Und indem es das tut, entwöhnt es mein Herz vom betrügerischen Geschmack der Begierde. 

Zuerst bringt mich die Begierde durch ihre Schliche dazu, zu denken, dass meinem Leben etwas fehlt, wenn ich enthaltsam lebe. Doch dann ergreife ich das Schwert des Geistes und werfe mich in den Kampf. 

  • Ich lese, dass es besser ist, mein Auge auszureißen, als mich meiner Begierde hinzugeben (Mt 5,29). 
  • Ich lese, dass der Friede Gottes mit mir sein wird, wenn ich über das nachdenke, „was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist“ (Phil 4,8-9). 
  • Ich lese, dass das Trachten des Fleisches den Tod bringt, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden (Röm 8,6). 
  • Ich lese, dass die fleischlichen Begierden gegen meine Seele streiten (1Petr 2,11) und dass die Vergnügungen das Leben des Geistes ersticken (Lk 8,14). 
  • Am allerbesten jedoch lese ich, dass Gott dem, der in Lauterkeit wandelt, nichts Gutes versagt (Ps 84,12) und dass die Menschen, die reinen Herzens sind, Gott schauen werden (Mt 5,8). 

Indem ich dafür bete, dass mich Gottes Leben und Frieden erfüllen, schneidet das Schwert des Geistes den Zuckerguss vom Gift der Begierde weg. Ich erkenne sie als das, was sie wirklich ist. Und durch die Gnade Gottes wird ihre verführerische Kraft gebrochen.