Wie Jesus gegen Depression angekämpft hat

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
9. Juli 2020
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„Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr.“ (Mt 26,37) 

Die Bibel gibt uns einen erstaunlichen, kleinen Einblick in Jesu Seele in der Nacht vor seiner Kreuzigung. Lasst uns gemeinsam von Jesus lernen, wie er seinen strategischen Kampf gegen Niedergeschlagenheit und Depression geführt hat. 

  1. Er wählte einige enge Freunde aus und bat sie bei ihm zu bleiben. „Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich“ (Mt 26,37). 
  1. Er legte ihnen seine Seele offen. Er sagt zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod“ (Mt 26,38). 
  1. Er bat sie um ihr Gebet und ihr Mitringen in diesem Kampf. „Bleibt hier und wacht mit mir!“ (Mt 26,38). 
  1. Er goss dem Vater im Gebet sein Herz aus. „Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber“ (Mt 26,39). 
  1. Er legte seine Seele in die weise, souveräne Hand Gottes. „[Doch] nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt 26,39). 
  1. Er richtete seine Augen auf die herrliche, zukünftige Gnade, die ihn auf der anderen Seite des Kreuzes erwartete. „[...] Jesus, [...] der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat“ (Hebr 12,2). 

Wenn du in deinem Leben in eine Situation kommst, die dir deine Zukunft zu rauben scheint, dann denke daran: Die ersten Detonationswellen der Bombe, die gerade in deinem Herzen explodiert ist, sind keine Sünde. Jesus hatte diese Gefühle auch im Garten Gethsemane. Die echte Gefahr liegt darin, dass du vor ihnen kapitulierst. Dass du aufgibst. Dass du keinen geistlichen Kampf führst. Und die Wurzel dieser sündigen Kapitulation ist unser Unglaube – unser mangelndes Ringen um den Glauben an Gottes zukünftige Gnade. Und eine mangelnde Wertschätzung für alles, was Gott uns in Jesus verheißt. 

Im Garten Gethsemane zeigt Jesus uns einen anderen Weg. Weder schmerzfrei noch untätig. Folge ihm nach. Finde deine geistlichen Freunde, denen du vertraust. Lege ihnen deine Seele offen. Bitte sie, mit dir zu wachen und zu beten. Gieß dem Vater im Gebet deine Seele aus. Lege deine Seele in die weise, souveräne Hand Gottes. Und richte deine Augen auf die Freude, die in den kostbaren und herrlichen Verheißungen Gottes vor dir liegt.