Das Evangelium im Alten Testament

Interview mit Kai Soltau
17. Juni 2020

Ist der erste Teil der Bibel nicht vor allem vom Gesetz geprägt? Kai Soltau erläutert, dass bereits das Alte Testament eine Geschichte der Gnade ist. Deshalb sollte eine christuszentrierte Auslegung der ganzen Schrift betont werden.

Zum Einstieg in die Thematik spricht Kai Soltau von Luthers Kontrast zwischen Gesetz und Evangelium. Dieser Einstieg soll jedoch nicht besagen, dass Luther das Alte Testament als Gesetz (und das Neue als Evangelium) verstanden hat. Natürlich sah Luther, dass – wenn auch im Alten Testament das Gesetz überwiegt – auch Gottes Verheißungen und damit das Evangelium im ersten Testament verkündigt wird. Luther hielt das Alte Testament als eine „Schrift … von dem allerhöchsten, edelsten Heiligtum, als von der allerreichsten Fundgrube, die nimmermehr genug ausgegründet werden kann“ (WA DB VIII,11–23). Er sah das Alte Testament, so wie dieses Video dann auch im Weiteren aufzeigt, als eine Fundgrube voll von kostbaren Verheißungen über Gnade Gottes in Jesus Christus.

Kai Soltau ist Dozent für Biblische Studien und unterrichtet an verschiedenen theologischen Ausbildungsstätten. Er ist Pastor und Gemeindegründer in Wien, einer der Leiter von Langham Österreich und Vorstandsmitglied von Evangelium21. Kai und seine Frau Missy haben zwei Kinder.