Der Glaube an das Unmögliche

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
3. Juni 2020
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„Er [...] wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, dass Er das, was Er verheißen hat, auch zu tun vermag.“(Röm 4,20-21) 

Paulus hat einen besonderen Grund im Sinn, warum der Glaube die zukünftige Gnade Gottes verherrlicht. Ganz einfach ausgedrückt verherrlicht dieser Glaube Gott darum, weil er voller Zuversicht in die Zukunft schaut und darauf vertraut, dass Gott in seiner Integrität und Macht und Weisheit all seine Verheißungen erfüllen wird. 

Paulus veranschaulicht diesen Glauben, indem er uns Abrahams Reaktion auf Gottes Verheißung vor Augen führt: Gott hatte ihm verheißen, ihn zum Vater vieler Völker zu machen, obwohl er alt und seine Frau unfruchtbar war (Röm 4,18). „Er hat da, wo nichts zu hoffen war, auf Hoffnung hin geglaubt“, d. h. er glaubte allen menschlichen Anzeichen zu trotz an die zukünftige Gnade der Verheißung. 

„Und er wurde nicht schwach im Glauben und zog nicht seinen Leib in Betracht, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sara. Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, dass Er das, was Er verheißen hat, auch zu tun vermag.“ (Röm 4,19-21) 

Abrahams Glaube war ein Glaube an Gottes Verheißung, ihn zum Vater vieler Völker zu machen. Dieser Glaube verherrlichte Gott, weil er die Aufmerksamkeit ganz auf die allmächtigen, übernatürlichen Wege Gottes lenkte, die nötig sein würden, damit sich die Verheißung erfüllte. 

Abraham war zu alt, um Kinder zu zeugen, und Sara war unfruchtbar. Nicht nur das: Wie sollten aus einem oder zwei Söhnen „viele Völker“ werden, zu dessen Vater Abraham ja werden sollte? Es schien alles vollkommen unmöglich. 

Abrahams Glaube gab also Gott die Ehre, weil er absolute Sicherheit hatte, dass Gott das menschlich Unmögliche tun konnte und tun würde. Zu diesem Glauben sind auch wir aufgerufen. Dass Gott für uns tun wird, was wir niemals selbst tun könnten.