Je mehr Erkenntnis Gottes, desto tiefer die Freude

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
6. Mai 2020
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„Und das ganze Volk ging hin, um [...] ein großes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen verkündigt hatte.“ (Neh 8,12) 

Die einzige Freude, die den Wert Gottes widerspiegelt und die in Liebe zu Gott überfließt und ihn so verherrlicht, entspringt aus der wahren Erkenntnis Gottes. Und je kleiner oder fehlerhafter unsere Erkenntnis ist, desto weniger kann unsere Freude ein Widerhall von Gottes wahrer Hoheit sein. 

Die Erfahrung, die das Volk Israel in Nehemia 8,12 macht, dient uns als Musterbeispiel dafür, was in unserem Herzen abläuft, wenn wir uns zu Gottes Ehre freuen. Esra hatte ihnen Gottes Wort vorgelesen und die Leviten hatten es erklärt. Und dann ging das Volk, „ein großes Freudenfest zu machen“. 

Sie machten ein großes Freudenfest, weil sie die Worte verstanden hatten – die wahren Worte Gottes. 

Die meisten von uns haben bereits etwas von dieser Erfahrung geschmeckt, wie unser Herz vor Freude in uns brannte, als uns Gottes Wort geöffnet wurde (Lk 24,32). Zweimal sagt Jesus, dass er seine Jünger um ihrer Freude willen gelehrt hat. 

  • Johannes 15,11: „Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.“ 
  • Johannes 17,13: „Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.“ 

Was wir hauptsächlich im Wort sehen, ist, dass sich uns der Herr selbst – dass sich uns Gott selbst – entgegenstreckt, damit wir ihn kennenlernen und Freude in ihm finden. „[Der] HERR offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort des HERRN“ (1Sam 3,21). 

Worum geht es also? Wenn unsere Freude die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln soll, dann muss sie aus der wahren Erkenntnis entspringen, dass Gott herrlich ist. Wenn wir uns so an Gott freuen wollen, wie es ihm gebührt, dann müssen wir ihn erkennen, wie er wirklich ist.