Sei nicht wie das Maultier!

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
15. April 2020
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„Seid nicht wie das Ross und das Maultier, die keinen Verstand haben; mit Zaum und Gebiss, ihrem Geschirr, muss man sie bändigen, weil sie sonst nicht zu dir nahen!“ (Ps 32,9) 

Stell dir Gottes Volk mal als einen Bauernhof mit allen möglichen Tieren vor. Gott kümmert sich um seine Tiere, er zeigt ihnen, wo es lang geht und er sorgt dafür, dass sie einen Stall haben, wo sie sicher sind vor Wind und Wetter. 

Doch eines der Tiere auf diesem Bauernhof macht Gott das Leben schwer und das ist das Maultier. Es ist dumm und es ist störrisch und man kann nicht einmal sagen, wovon es mehr hat: Starrsinn oder Dummheit. 

Um seine Tiere in den Stall zu bringen, wo sie Futter und einen Unterstand finden, gibt er jedem Tier einen eigenen Namen, denen er ihnen beibringt, und dann ruft er jeden bei seinem Namen. „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst“ (Ps 32,8). 

Aber das Maultier lässt sich nicht auf diese Art führen. Darauf reagiert es nicht. Es hat keinen Verstand. Also holt Gott seinen Geländewagen und fährt raus auf die Weide. Er legt dem Maultier Zaum und Gebiss an und zieht das widerwillige Geschöpf, das sich mit allen Kräften dagegenstemmt und empört schnaubt, dann mühsam mit seinem Geländewagen den ganzen Weg zurück zum Stall. 

Das ist nicht die Art und Weise, wie Gott seine Tiere zu sich bringen möchte, um sie zu segnen und zu schützen. 

Eines Tages wird es für dieses Maultier zu spät sein. Hagelschauer werden auf ihn herunterprasseln und Blitze über seiner Weide zucken und, wenn er dann angerannt kommt, wird die Tür zum Stall schon verschlossen sein. 

Darum: Sei nicht wie das Maultier. „Seid nicht wie das Ross und das Maultier, die keinen Verstand haben; mit Zaum und Gebiss, ihrem Geschirr, muss man sie bändigen.“ 

Lasst uns stattdessen alle, die wir Gott fürchten, im Gebet vor ihn kommen, solange er sich noch finden lässt (Ps 32,6). 

Wenn wir kein Maultier sein wollen, dann müssen wir uns demütigen, im Gebet vor Gott kommen, unsere Sünden bekennen und uns wie die kleinen Küken auf dem Bauernhof von Gott in den Stall seines Schutzes und seiner Fürsorge führen lassen.