Was tun, wenn du strauchelst?

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
3. April 2020
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„Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.“ (Röm 7,19) 

Christen erleben nicht nur Niederlagen gegen die Sünde. Doch wir erleben auch nicht den vollkommenen Sieg über sie. Und in diesen Momenten, in denen es uns nicht gelingt, über die Sünde zu siegen, kann uns Römer 7,13–25 helfen. Wir sehen dort den normalen Umgang, den ein gesunder Christ an den Tag legen sollte. 

Wir sollten sagen: 

  1. Ich liebe Gottes Gesetz. (Vers 22) 
  2. Ich hasse, was ich gerade getan habe. (Vers 15) 
  3. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? (Vers 24) 
  4. Ich danke Gott! Der Sieg wird durch Jesus Christus, meinen Herrn, geschehen. (Vers 25) 

Mit anderen Worten: Kein Christ will die Niederlage erleben. Kein Christ gibt sich damit zufrieden, in der Niederlage zu verharren. Doch, wenn wir uns eine Zeit lang geschlagen sehen, dann sollten wir es nicht leugnen. 

Keine Heuchelei. Keine Selbstdarstellung. Kein prahlerischer Perfektionismus. Kein aufgesetztes Sonntagslächeln und kein oberflächlicher, unechter Frohsinn. 

Und mehr noch: Gott rettet uns vor der Blindheit für unser eigenes Scheitern und vor dem vorschnellen Richten der anderen, das daraus resultiert. 

Gott, hilf uns, dass wir mehr über unser eigenes Straucheln bekümmert sind, als über das Versagen der anderen zu urteilen. 

Gott, gib uns die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit und Demut, die der Apostel Paulus in diesem Text zeigt. „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!“ (Röm 7,24–25).