Ergreif deine Hoffnung und lass sie nie mehr los!

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
18. März 2020
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„Darum hat Gott sich mit einem Eid verbürgt, um so den Erben der Verheißung noch deutlicher zu zeigen, dass sein Wille unabänderlich ist. So haben wir durch zwei unumstößliche Tatsachen, mit denen Gott uns unmöglich belogen haben kann, einen kraftvollen Zuspruch, wir, die wir unsere Zuflucht darin gesucht haben, festzuhalten an der Hoffnung, die vor uns liegt.“ (Hebr 6,17–18; ZB)

Gott ist nicht wankelmütig. Er beschenkt uns nicht einfach nur mit Verheißungen und Versprechen und dem Blut seines Sohnes, um die eine Seite unserer Gewissheit fest zu verankern, während die andere irgendwo lose in der Luft herumhängt.

Nein, die Rettung, die Jesus mit seinem Blut erkauft hat, war alles, was notwendig ist, um sein Volk zu retten. Absolut alles, ohne Abstriche.
Deshalb stellt sich die Frage, warum der Autor des Hebräerbriefs uns überhaupt ermutigen muss, an unserer Hoffnung festzuhalten (Hebr 6,18)? Wenn unser Festhalten durch das Blut Jesu erkauft und unumstößlich sichergestellt wurde – was ja der Fall ist (denn das ist der Unterschied zwischen dem neuen und dem alten Bund) –, warum trägt Gott uns dann auf, festzuhalten?

Die Antwort ist:

  • Was Christus durch seinen Tod für uns erworben hat, ist nicht etwas, dass wir nicht mehr an unserer Hoffnung festhalten müssen, sondern es ist die Kraft, die wir zum Festhalten brauchen.
  • Was er erkauft hat, war nicht die Aufhebung unseres Willens, sodass wir nicht mehr festhalten müssen, sondern die Befähigung unseres Willens, sodass wir festhalten wollen.
  • Was er erkauft hat, war nicht die Außerkraftsetzung des Gebots, festzuhalten, sondern die Erfüllung dieses Gebots.
  • Was er erkauft hat, war nicht das Ende der Ermahnung, sondern der Sieg der Ermahnung.

Er ist gestorben, damit du genau das tun kannst, was Paulus in Philipper 3,12 tut: „Ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.“ Das ist keine Torheit – es ist vielmehr das Evangelium, einem Sünder aufzutragen, eine Sache zu tun, zu der ihn niemand als nur Christus befähigen kann: nämlich auf Gott zu vertrauen.

Darum ermahne ich dich aus tiefstem Herzen: Strecke dich danach aus und ergreife, wozu Christus dich ergriffen hat, und halte mit all deiner Kraft daran fest – er befähigt dich dazu!