Sollten wir unbedingt die Titel „Ältester“ und „Diakon“ benutzen?

Artikel von Benjamin Merkle
12. März 2020 — 3 min Lesedauer

Die Titel „Ältester“ und „Diakon“ sind nicht entscheidend, damit eine Gemeinde funktioniert. Aber trotzdem sprechen mehrere Gründe dafür, dass Gemeinden diese biblischen Titel benutzen sollten:

  1. Wir zeigen, dass bei uns die Schrift die höchste Instanz ist und nicht Menschenweisheit. Wenn wir biblische Titel benutzen, zeigen wir, dass wir Gottes Anweisungen folgen und nicht selbst entscheiden, welche Leitungsform die Gemeinde haben soll. Gott hat der Gemeinde eine grundlegende Ordnung geschenkt, an die wir uns halten sollten. Wenn wir von dieser Ordnung abweichen oder entscheiden, dass wir unsere Leiter nicht so bezeichnen wollen, wie die Bibel es tut, dann drücken wir aus, dass wir es besser wissen als Gott.
  2. Die Gemeinde weiß, was sie von der Leitung erwarten kann. Wenn eine Gemeinde die Bezeichnungen „Ältester“ und „Diakon“ so verwendet wie in der Bibel, dann können die Gemeindemitglieder problemlos in der Bibel nachlesen, was deren „Stellenbeschreibung“ umfasst. Sie können die Bibel aufschlagen und genau nachlesen, was sie von ihrer Leitung erwarten können.
  3. Wir legen biblische Kriterien an unsere Leitung an. Die Bibel gibt uns keine Kriterien für Vorstand, Gemeinderat, Leitungskreis oder andere Bezeichnungen, die wir selbst festlegen. Für Älteste und Diakone hingegen gibt es biblische Kriterien. Es ist notwendig, die biblischen Bezeichnungen für diese Ämter zu benutzen, um sicherzustellen, dass die biblischen Maßstäbe für die Gemeindeleitung gewahrt werden. Das ist besonders wichtig im Falle der Ältesten, da sie in der Lage sein müssen, Gottes Wort zu lehren (1Tim 3,2). Es kommt ganzen Gemeinde enorm zugute, wenn die Verantwortungsträger fest in der Bibel gegründet und fähig sind, das Wort zu lehren. Auf diese Weise wird die Gemeinde durchgehend und praktisch von Gottes Wort geprägt und nicht von Menschenweisheit.