Endgültig und vollkommen gerechtfertigt

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
28. Februar 2020
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„Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt!“ (Röm 8,33)

Paulus hätte auch einfach sagen können: „Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben?“, und dann antworten: „Niemand! Denn wir sind gerechtfertigt!“ Das stimmt. Aber das ist nicht, was er hier sagt. Er antwortet stattdessen: „Gott [ist es doch], der rechtfertigt!“

Die Betonung liegt nicht auf der Tatsache, sondern auf dem Handelnden.

Warum? Weil in einer Welt der Gerichtshöfe und Gesetze, aus der die Sprache kommt, die Paulus hier verwendet, der Freispruch durch den einen Richter von einem anderen, übergeordneten Richter aufgehoben werden könnte.

Was bringt es, wenn der Ortsrichter dich freispricht, obwohl du schuldig bist, und dann der Statthalter die Klage gegen dich wiederaufnimmt? Was bringt es, wenn der Statthalter dich freispricht, obwohl du schuldig bist, und dann der Kaiser die Klage gegen dich wiederaufnimmt?

Darum geht es: Es gibt keine höhere Autorität als Gott. Wenn Gott es ist, der dich freispricht – der sagt, dass du in seinen Augen gerecht bist –, dann kann niemand Berufung einlegen; dann funktioniert auch keine juristische Spitzfindigkeit; und niemand kann das Verfahren für ungültig erklären; dann kann niemand mit anderen Anschuldigungen gegen dich vor Gericht ziehen. Gottes Urteilsspruch ist endgültig und unanfechtbar.

Hört das! Für jeden, der an Jesus glaubt und mit ihm verbunden ist und zu seinen Auserwählten zählt, gilt: Gott ist es, der dich rechtfertigt. Kein menschlicher Richter. Kein großer Prophet. Kein Erzengel aus dem Himmel. Doch Gott – der Schöpfer der Welt, dem alles gehört und der über das ganze Universum und jedes Molekül und jede Person darin regiert – Gott ist es, der dich rechtfertigt.

Es geht also um die unerschütterliche Sicherheit, die wir selbst im Angesicht von niederschmetterndem Leid haben dürfen. Wenn Gott für uns ist, dann kann niemand erfolgreich gegen uns sein. Wenn Gott seinen Sohn für uns dahingegeben hat, dann wird er uns auch alles andere geben, was gut für uns ist. Wenn er es ist, der rechtfertigt, dann kann keine Anklage gegen uns Bestand haben.