Christus, das Mittel und das Ziel

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
14. Februar 2020
„Ich bin mit Christus gekreuzigt; Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Gal 2,20)

Warum hat Gott das Universum erschaffen? Und warum regiert er es so und nicht anders? Welches Ziel erreicht Gott damit? Ist Jesus Christus das Mittel, das zu diesem Ziel führt, oder ist er selbst das Ziel, das Gott bezweckt?

Jesus Christus ist die höchste Offenbarung Gottes. Er ist Gott in menschlicher Gestalt. Als solcher ist er das Ziel, nicht das Mittel.

Die Herrlichkeit Gottes sichtbar zu machen, darin liegt die Bedeutung des Universums. Das ist es, was Gott erreicht. Die Himmel und die Weltgeschichte „erzählen die Herrlichkeit des Herrn“.

Doch Jesus Christus wurde gesandt, um etwas zu erzielen, das noch zu tun war. Er kam, um die Folgen des Sündenfalls zu beheben. Er kam, um Sünder vor der unausweichlichen Verdammnis für ihre Sünde zu retten. Die so Erretteten werden die Herrlichkeit Gottes voll ewiger Freude sehen und genießen und widerspiegeln.

Andere werden die Herrlichkeit Gottes nur immer weiter voll Verachtung ausschlagen. Jesus Christus ist also das Mittel hin zu dem, was Gott mit dem Sichtbarwerden seiner Herrlichkeit zur Freude seines Volkes erreichen wollte. Ohne das Erlösungswerk Christi könnte niemand die Herrlichkeit Gottes sehen und auskosten und feiern. Der Grund, wofür Gott das Universum geschaffen hat, würde fehlschlagen. Christus ist also auch ein Mittel.

Doch in dem, was er am Kreuz errungen hat, als er dort für Sünder starb, hat uns Christus die Liebe und die Gerechtigkeit des Vaters in höchster Weise offenbart. Darin gipfelt die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes – in der Herrlichkeit seiner Gnade.

Darum ist Jesus in eben dem Moment, da er auf vollkommenste Weise zum Mittel dessen geworden ist, was Gott bezweckte, gleichzeitig auch zum Ziel geworden. Er wurde durch seinen stellvertretenden Tod für die Sünder und seine Auferstehung, um ihnen Leben zu schenken, zur zentralen und höchsten Offenbarung der Herrlichkeit Gottes.

Christus, der Gekreuzigte, ist daher sowohl das Mittel als auch das Ziel dessen, was Gott für das Universum bezweckt.

Ohne sein Werk wäre dieses Ziel – nämlich die Fülle der Herrlichkeit Gottes zu offenbaren, damit diese von Gottes Volk genossen wird – nie Wirklichkeit geworden.

Und durch dieses Werk als Mittel ist er das Ziel geworden: Er ist es, der für immer im Mittelpunkt unserer Anbetung stehen wird, wenn wir in der Ewigkeit immer mehr und mehr erkennen und genießen, was er uns von Gott offenbart hat, als er am Kreuz unseren Fluch auf sich genommen hat.

Jesus ist das Ziel, mit dem das Universum geschaffen wurde. Und Jesus ist das Mittel, das es gerechtfertigten Sündern möglich macht, dieses Ziel zu genießen.