Die größte Liebe

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
3. Februar 2020
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„Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.“ (1Joh 2,12)

Warum sollten wir betonen, dass Gott „um seines Namens willen“ liebt, vergibt und rettet – also um seiner eigenen Ehre willen? Hier sind zwei Gründe (von vielen).

Erstens sollten wir betonen, dass Gott um seiner eigenen Ehre willen liebt, vergibt und rettet, weil die Bibel es tut.

„Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!“ (Jes 43,25)

Um deines Namens willen, o HERR, vergib meine Schuld; denn sie ist groß!“ (Ps 25,11)

„Hilf uns, du Gott unseres Heils, um der Ehre deines Namens willen, und rette uns und vergib uns unsere Sünden um deines Namens willen!“ (Ps 79,9)

„Wenn unsere Missetaten gegen uns zeugen, so handle du, o HERR, um deines Namens willen!“ (Jer 14,7)

„Wir erkennen, o HERR, unsere Gesetzlosigkeit und die Sünde unserer Väter; denn wir haben gegen dich gesündigt. Verwirf uns nicht, um deines Namens willen! Lass nicht den Thron deiner Herrlichkeit in Unehre fallen!“ (Jer 14,20–21)

„[Christus] hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“ (Röm 3,25–26)

„[Euch sind] die Sünden vergeben [...] um seines Namens willen.“ (1Joh 2,12)

Zweitens sollten wir betonen, dass Gott um seiner eigenen Ehre willen liebt, vergibt und rettet, weil so deutlich wird, dass Gottes Liebe für uns größer ist als jede andere.

„Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen.“ (Joh 17,24)

Gott liebt uns nicht so, dass er uns zum höchsten Wesen machen würde, sondern dass er uns seine überragende Größe zeigt. Der Himmel wird kein Spiegelsaal sein, sondern uns eine immer klarere Sicht auf Gottes unendliche Größe schenken. Nichts wäre enttäuschender, als in den Himmel zu kommen und festzustellen, dass wir das Größte und Herrlichste sind.

Die größte Liebe sorgt dafür, dass Gott alles so tut, dass seine eigene Oberhoheit gewahrt und großgemacht wird, damit wir, wenn wir in den Himmel kommen, etwas haben, worüber wir uns nur immer mehr und mehr freuen können: Gottes Ehre, Gottes Herrlichkeit. Die größte Liebe zeigt sich darin, dass Gott sich selbst uns schenkt, damit wir ihn für alle Ewigkeit genießen können, und dass er dieses Geschenk mit dem Leben seines eigenen Sohnes bezahlt (Röm 8,32). Das drückt Gott aus, wenn er sagt, dass er uns um seines eigenen Namen willen liebt, vergibt und rettet.