Ausgestattet und befähigt

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
30. Dezember 2019
„Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ (Hebr 13,20–21)

Christus hat das Blut des ewigen Bundes vergossen. Durch sein erfolgreiches Erlösungswerk hat er den Segen seiner eigenen Auferstehung von den Toten gewonnen. Das ist im Griechischen noch deutlicher als im Englischen, doch bereits hier ist es unmissverständlich: „Gott [hat] [...] unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt [...] durch das Blut eines ewigen Bundes [...].“ Dieser Jesus, der durch das Blut des Bundes auferweckt worden ist, ist jetzt unser lebendiger Herr und Hirte.

Und aus diesem Grund tut Gott zwei Dinge:

  1. Er stattet uns mit allen guten Gaben aus, die wir brauchen, um seinen Willen zu tun, und
  2. er bewirkt in uns, was ihm wohlgefällig ist.

Der „ewige Bund“, den Christus durch sein Blut erworben hat, ist der neue Bund. Und Gott verheißt uns im neuen Bund: „Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein“ (Jer 31,33). Darum sichert uns das Blut dieses Bundes nicht nur zu, dass Gott uns zurüsten wird, damit wir seinen Willen tun können, sondern auch, dass Gott in uns wirkt, damit diese Zurüstung erfolgreich ist.

Der Wille Gottes ist nicht nur als ein Gnadenmittel auf Stein oder Papier geschrieben, sondern wird in uns bewirkt. Und die Wirkung ist folgende: Wir fühlen und denken und handeln immer mehr, wie es Gott wohlgefällig ist.

Uns wird immer noch geboten, die Mittel einzusetzen, mit denen er uns ausgestattet hat: „Verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern.“ Doch noch viel wichtiger wird uns gesagt, warum: „Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen“ (Phil 2,12-13).

Wenn wir Gott wohlgefällig sein können – wenn wir seinen Wohlgefallen tun können, dann liegt das einzig und allein daran, dass die mit dem Blut Christi erkaufte Gnade Gottes uns nicht nur zurüstet, sondern uns sogar in seiner Allmacht verwandelt.