Gottes unbeschreibliches Geschenk

Advent | 23. Tag

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
23. Dezember 2019
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„Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben! Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.“ (Röm 5,10–11)

Was bedeutet es praktisch, die Versöhnung zu empfangen und Gott zu loben? Wir tun beides durch Jesus Christus. Das bedeutet mindestens, dass wir das Bild, das die Bibel von Jesus zeichnet – also das Werk und die Worte Jesu, wie wir sie im Neuen Testament finden – es bedeutet mindestens, dass wir dieses Bild zum Kern unseres Lobpreises machen. Wenn wir Gott loben, ohne Christus zum Inhalt zu machen, dann ehren wir Christus nicht. Und wenn Christus nicht geehrt wird, dann wird Gott nicht geehrt.

In 2. Korinther 4,4–6 beschreibt Paulus die Bekehrung auf zweierlei Weise: In Vers 4 sagt er, dass wir die „Herrlichkeit des Christus [sehen], welcher Gottes Ebenbild ist“. Und in Vers 6 beschreibt er sie als „Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi“. In beiden Fällen wird die Aussage klar. Wir haben Christus, das Ebenbild Gottes, und wir haben Gott im Angesicht Christi.

Um Gott zu loben, loben wir das, was wir von Gott im Bild Jesu Christi sehen und erkennen. Und am vollkommensten erleben wir das, wenn die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen wird, wie es in Römer 5,5 heißt. Und wir dürfen die wundersame Erfahrung der Liebe Gottes durch den Geist machen, wenn wir über die historische Tatsache aus Vers 6 nachsinnen: „Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.“

Darum geht es also zu Weihnachten: Gott hat nicht nur durch den Tod des Herrn Jesus Christus unsere Versöhnung erkauft (Röm 5,10) und Gott hat uns auch nicht nur dazu befähigt, diese Versöhnung durch den Herrn Jesus Christus anzunehmen: Ja, selbst unser Lobpreis Gottes durch den Geist geschieht durch unseren Herrn Jesus Christus (Röm 5,11).

Jesus hat unsere Versöhnung mit seinem Tod erkauft. Jesus hat es möglich gemacht, dass wir die Versöhnung mit Gott empfangen und das Geschenk öffnen können. Und Jesus selbst strahlt uns als unbeschreibliches Geschenk entgegen – Gott wird Mensch! – und weckt in uns allen Lobpreis für Gott.

Schau dieses Weihnachten auf Jesus. Empfange die Versöhnung, die er für dich erworben hat. Stell das Geschenk nicht unausgepackt ins Regal. Und wenn du es öffnest, dann erinnere dich daran, dass Gott selbst das Geschenk der Versöhnung mit ihm ist.

Lobe ihn! Erlebe ihn als deine höchste Freude! Erkenne ihn als deinen kostbarsten Schatz!