Zwei Arten von Widerstand gegen Jesus

Advent | 9. Tag

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
9. Dezember 2019
„Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm.“ (Mt 2,3)

Jesus ist ein Ärgernis für die Menschen, die ihn nicht anbeten wollen, und er weckt Widerstand gegen die, die ihn anbeten wollen. Das ist vermutlich keine Hauptaussage bei Matthäus, aber es wird im Laufe der Geschichte zur zwangsläufigen Schlussfolgerung.

In dieser Geschichte gibt es zwei Gruppen von Menschen, die sich weigern, Jesus anzubeten.

Die erste Gruppe sind Menschen, die sich einfach nicht um Jesus scheren. Er ist völlig bedeutungslos für ihr Leben. Stellvertretend für diese Gruppe stehen am Anfang von Jesu Leben die obersten Priester und Schriftgelehrten. In Matthäus 2,4 lesen wir: „Und [Herodes] rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und erfragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.“ Also sagten sie es ihm und damit war die Sache für sie abgehakt: zurück zur Tagesordnung. Das Schweigen und die Untätigkeit der Oberen sind überwältigend, wenn man sich die Größe dessen vor Augen führt, was hier gerade geschieht.

Und in Matthäus 2,3 lesen wir sogar: „Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm.“ Mit anderen Worten: In der Stadt verbreitete sich das Gerücht, dass jemand glaubte, dass der Messias geboren worden war. Die Untätigkeit der obersten Priester ist erstaunlich: Warum begleiten sie die Weisen nicht? Sie haben kein Interesse. Sie brennen nicht dafür, den Sohn Gottes zu finden und anzubeten.

Die zweite Gruppe sind Menschen, die sich weigern Jesus anzubeten, weil sie ihn als äußerste Bedrohung für sich wahrnehmen. Das ist Herodes in dieser Geschichte. Er fürchtet sich unheimlich. So sehr, dass er intrigiert und lügt und dann sogar Massenmord begeht, um Jesus loszuwerden.

Heute werden Christus und denen, die ihn anbeten, also zwei Arten von Widerstand entgegenschlagen: Gleichgültigkeit und Feindseligkeit. Ich hoffe von Herzen, dass du zu keiner der beiden Gruppen gehörst.

Und wenn du Christ bist, dann nimm dir dieses Jahr zu Weihnachten Zeit, um darüber nachzudenken, was es bedeutet – und was es kostet – diesen Messias anzubeten und ihm nachzufolgen.