Wie wir Gott erheben können

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
27. November 2019
„Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und ihn erheben mit Dank.“ (Ps 69,31)

Es gibt zwei Arten, etwas zu vergrößern: mit einem Mikroskop oder mit einem Teleskop. Das Mikroskop lässt kleine Dinge größer erscheinen als sie sind. Das Teleskop hilft uns, große Dinge so groß wahrzunehmen, wie sie wirklich sind.

Wenn David sagt: „Ich will [...] ihn erheben mit Dank“, dann sagt er nicht: „Ich will Gott größer erscheinen lassen, als er ist.“ Er sagt: „Ich will versuchen, meinen großen Gott so groß darzustellen, wie er wirklich ist.“

Wir sind nicht zu Mikroskopen berufen. Wir sollen Teleskope sein. Christen sollen keine Hochstapler sein, die ihre Waren unverhältnismäßig in den Himmel heben, obwohl sie wissen, dass die Ware der Konkurrenz meilenweit besser ist. Nichts und niemand ist besser als Gott. Und darum sollen alle, die Gott lieben, sich danach ausstrecken, Gottes Größe so groß und herrlich darzustellen, wie sie wirklich ist.

Aus diesem Grund existieren wir uns aus diesem Grund sind wir errettet, wie Petrus in 1. Petrus 2,9 schreibt: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht“.

Auf den Punkt gebracht ist es unsere Pflicht als Christen, so zu fühlen, denken und handeln, dass wir Gott so groß und herrlich erscheinen lassen, wie er wirklich ist. Sei ein Teleskop für die Welt, das den unendlichen, sternklaren Reichtum der Herrlichkeit Gottes zeigt.

Nichts anderes heißt es für uns Christen, Gott großzumachen, ihn zu erheben. Doch du kannst nichts erheben, was du nicht gesehen hast oder was du schnell wieder vergisst.

Daher müssen wir zuallererst selbst Gottes Größe und Güte sehen und sie uns einprägen. Also bitten wir Gott: „Erleuchte die Augen [unseres] Herzens“, (Eph 1,18; ELB) und predigen unser Seele zu: „Seele, [...] vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ (Ps 103,2).