Nimm am Gemeindeleben teil

Artikel von Larry Mininger
3. Januar 2020 — 8 min Lesedauer

Ihr jungen Leute, ist das eure Geschichte? Ihr wurdet in der Gemeinde eurer Eltern aufgezogen und wart dort als Kind sehr aktiv – vielleicht sogar bis zum Ende eurer Schulzeit. Aber als ihr zur Uni gegangen seid oder eine Arbeit weit weg von zuhause aufgenommen habt, ließ eure Aktivität spürbar nach.

Ihr habt das nicht geplant, aber ihr hattet neue Verantwortungen und Ansprüche an eure Zeit. Ihr wart frei von den alten Mustern und musstet nun selbst neue aufbauen. Vielleicht habt ihr euch nach einer Gemeinde umgeschaut, die „zu euch passt“ – eine, die viele Menschen in eurem Alter hatte, oder deren Lobpreismusik euch gefiel oder die einen guten Prediger hatte. Ihr habt den Sonntagsgottesdienst verpasst, weil ihr viel mit dem Studium oder mit der Arbeit zu tun hattet, aber ihr habt immer noch Jesus geliebt, gebetet und Gottesdienste im Fernsehen oder auf dem Computer angesehen. Ihr wart jedoch kein fester Teil einer Gemeinde mehr.

Lasst mich euch mit zwei biblischen Gedanken ermutigen.

Die Gemeinde ist der Plan Gottes

Erstens, Jesus hat einen Plan für euch und für jeden Christen. Sein Plan ist, dass alle Christen integraler Bestandteil einer Gemeinde sind, die sich um sie sorgt. Er offenbarte seinen Plan an seine Jünger in Matthäus 16,18–19: „Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“ Jesus gründete, autorisierte und strukturierte persönlich diesen Plan, als er sagte: „Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“

Jesu Plan ist kein Vorschlag, sondern sein göttlicher Wille – der Plan Gottes. Es ist nicht ein Plan unter vielen, die wir entwickeln könnten, sondern es ist sein Plan – der Plan, für den er kam und starb. Die Apostelgeschichte und alle Briefe bezeugen, dass die Apostel den Plan Jesu in ihrer Generation umsetzten.

Jesu Plan besteht immer noch daraus, all seine Schafe in Gemeinden zu sammeln, in denen er seine Auferstehungsmacht und Autorität gebraucht, um sein Volk fortwährend zu lehren, zu versorgen, zurechtzuweisen und wiederherzustellen. Um das zu erreichen, gibt er geistliche Gaben an Männer und Frauen, um seine Gemeinde an jedem Ort zu bauen, an den er sie sendet. Jesu Plan für seine Gemeinde (für dich und für mich) umfasst strukturierte Leiterschaft. Jesu Plan für uns ist, dass wir von Pastoren und Lehrern in seiner Gemeinde gehütet werden. Jesu Plan ist von Gott eingegeben und der beste Plan, den der Himmel machen kann. Es ist zugleich Pflicht und Privileg, diesen Plan anzunehmen und sich ihm ganz zu verschreiben.

Gott erklärt diesen Plan in Epheser 4,11–12: „Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus.“

Viele in meiner Generation – und vielleicht noch einige mehr in eurer – erachten die Gemeinde oft nur als eine Option und haben den Plan Jesu aus den Augen verloren.

Die Gemeinde ist der Ort für unsere geistlichen Gaben

Zweitens, Jesu Plan beinhaltet mehr, als nur die Gemeinde zu besuchen und sein Wort gepredigt zu hören. Jesus hat euch geistliche Gaben gegeben, die in seiner (eurer) Gemeinde zum Einsatz kommen sollen. Ja, ihr habt geistliche Gaben, und sie sollen in der Gemeinde zu eurem und zum gemeinsamen Wachstum dienen. Hört auf Epheser 4,7: „Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus.“ „Jedem einzelnen“ umfasst auch euch. Ihr werdet gebraucht, damit die Gemeinde das Volk Gottes sein kann, so wie Gott es geplant hat.

Wie könnt ihr eure geistlichen Gaben entdecken und herausbilden?

Hier sind ein paar Vorschläge:

  • Nehmt regelmäßig am Gemeindeleben teil.
  • Seid lehrbar, geduldig und beharrlich im Gebet.
  • Redet mit einem eurer Pastoren oder Ältesten, um einen geistlich gesinnten Mann oder eine solche Frau zu finden, mit denen ihr eine Mentorenbeziehung starten könnt.
  • Dient bei jeder Möglichkeit, die sich in der Gemeinde auftut und probiert euch aus – Willkommensdienst, Kindergottesdienst, Ausschüsse, Kleingruppen, Dienst in der Gesellschaft. Bleibt in Kontakt mit euren Leitern und holt ihre Einschätzung über euren Dienst ein.
  • Bittet Jesus, der euch begabt hat, euch dabei zu helfen, eure geistlichen Gaben zu identifizieren.
  • Macht es zu eurem Ziel, zu dem zu werden, wozu Jesus euch geschaffen hat. Sagt dem Herrn, dass ihr vor allem ihm Ehre bringen wollt.

Weil Jesus euch geistliche Gaben gegeben hat, braucht euch eure Gemeinde und ihr sie. Lasst uns gemeinsam den Plan Jesu erfüllen.