Wir warten, er wirkt

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
7. Oktober 2019
„Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, dass außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren.“ (Jes 64,3)

Nur wenige Dinge haben mich mit größerer Freude erfüllt als die Wahrheit, dass Gott es liebt, seine Göttlichkeit unter Beweis zu stellen, indem er für mich wirkt, und dass sein Wirken für mich immer jeder Arbeit, die ich für ihn tue, vorangeht, zugrunde liegt und diese durchdringt.

Es mag auf den ersten Eindruck arrogant von uns klingen und als ob wir Gott herabsetzen würden, wenn wir sagen, dass er für uns tätig ist. Doch das liegt nur an der Konnotation, die in unseren Ohren mitschwingt, dass wir der Arbeitgeber sind und Gott einen Job sucht. Das ist aber nicht gemeint, wenn die Bibel sagt, dass Gott für uns tätig ist. Jesaja denkt nicht im Geringsten daran, wenn er schreibt, dass Gott „tätig [ist] für die, welche auf ihn harren“ (Jes 64,3).

Was wirklich mitschwingt, wenn ich sage, dass Gott für mich tätig ist, ist, dass ich bankrott bin und jemand die Bürgschaft für mich zahlen muss. Ich bin schwach und brauche einen starken Helfer. Ich bin in Gefahr und brauche einen Beschützer. Ich bin töricht und brauche einen weisen Ratgeber. Ich bin verloren und brauche einen Retter.

Dass Gott für mich tätig ist, bedeutet, dass ich es nicht kann. Ich bin durch und durch auf Hilfe angewiesen.

Und dadurch wird Gott verherrlicht, nicht ich. Der Geber bekommt die Ehre. Der Mächtige erhält das Lob.

Höre dir an, was die Bibel über Gottes Tätigsein für dich zu sagen hat, und lass dir die Last nehmen, alles allein machen zu wollen. Lass Ihn ans Werk.

  1. „Denn von Ewigkeit her [...] hat kein Auge es gesehen, dass außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren“ (Jes 64,3).
  2. „[Gott] lässt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt“ (Apg 17,25).
  3. „Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45).
  4. „Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist“ (2Chr 16,9).
  5. „Wenn ich hungrig wäre, so würde ich es dir nicht sagen; [...]   rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren“ (Ps 50,12.15).
  6. „Bis in [euer] Greisenalter [...] will ich euch tragen. Ich habe es getan, und ich will auch fernerhin [euch] heben, tragen und erretten“ (Jes 46,4).
  7. „Ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist“ (1Kor 15,10).
  8. „Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen“ (Ps 127,1).
  9. „Wenn jemand dient, so [tue er es] aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht wird“ (1Petr 4,11).
  10. „Verwirklicht eure Rettung [...] denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt“ (Phil 2,12–13).
  11. „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben“ (1Kor 3,6).