Die Strategien des Teufels

Wie wir dem Fallstrick des Teufels entkommen können

Artikel von Burk Parsons
31. Oktober 2019 — 5 min Lesedauer

Der beste Trick des Teufels

Charles Baudelaire war ein frazösischer Dichter des 19. Jahrhunderts. Er schrieb, dass der beste Trick des Teufels darin besteht, die Menschen zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt. Er ist darin – unter der Vorsehung Gottes – sehr erfolgreich gewesen. Es stimmt, dass der Gott dieser Weltzeit die Sinne der Ungläubigen verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet (2Kor 4,4). Als Folge daraus legt der Teufel seinen Fokus woanders: auf seinen Feind, Gott, und dessen Volk, die Gemeinde. Als Nachfolger des Herrn Jesus Christus wissen wir nur zu gut, dass der Teufel tatsächlich existiert, denn wir ringen täglich mit diesem Feind und den Herrschaften, Gewalten, Weltherrschern der Finsternis und den geistlichen Mächten der Bosheit (Eph 6,12).

Wir müssen die Strategien des Teufels kennen

Der Teufel ist ein Lügner von Anfang an und seitdem dem Sündenfall herrscht die Sünde über uns (Röm 6,20). Bei unserer Bekehrung gewann Christus uns für sich, dadurch aber war auch unser Kampf mit dem Feind – mit dem Teufel und all seine Dämonen – gewonnen. Wir wissen, dass Dämonen weder Besitz von Gläubigen ergreifen noch unseren Verstand kontrollieren können, sie können jedoch danach streben, unser Leben zu ruinieren. Wir sehen es am eindrücklichsten im Leben von Hiob, Jesus und der Apostel. Nichtsdestotrotz herrscht Gott souverän über alle Dinge – einschließlich über die Dämonen. Er herrscht souverän über die Ziele als auch die Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Und er ruft uns in seiner Weisheit dazu auf, „dem Teufel zu widerstehen“ (Jak 4,7), der sich als ein „Engel des Lichts“ verkleidet und dessen Diener sich als „Diener der Gerechtigkeit“ darstellen (2Kor 11,13–15).

In C. S. Lewis' Buch Anweisungen an einen Unterteufel schreibt ein Oberdämon namens Screwtape einen Brief an seinen unerfahrenen Neffen Wormwood und berät ihn bezüglich der Mittel, um die bösen Ziele des Teufels zu erreichen. Im Nachdenken über das Schreiben dieser Briefe sagte Lewis einmal: „Obwohl mir das Schreiben noch nie so leicht fiel wie bei diesem Buch, habe ich doch nie mit geringerer Freude geschrieben.“ Das Hauptziel des Buches ist, Christen zu helfen „dem Fallstrick des Teufels“ zu entkommen (2Tim 2,26) und sich der tückischen Strategie unseres Feindes bewusst zu werden – die Gemeinde des Herrn zu zerstören. Die Strategien des Teufels zu kennen, hilft uns, durch Gottes Gnade weder „vom Satan übervorteilt zu werden“ noch „in Unwissenheit zu sein über seine Absichten“ (2Kor 2,11). Stattdessen werden wir „wachsamer“ sein, da er „umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8). Wir müssen uns daran erinnern, dass der, welcher in uns ist, größer ist, als der, welcher in der Welt ist.