Hoffnung für den größten Sünder

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
23. September 2019
„Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.“ (2Mo 33,19)

Mose brauchte die Zuversicht, dass Gott wirklich Erbarmen mit dem halsstarrigen Volk haben würde, das sich gerade im Götzendienst verstrickte und Gott verhöhnte, obwohl er sie aus der Knechtschaft in Ägypten geführt hatte.

Um Mose die Hoffnung und die Zuversicht zu geben, die er brauchte, sprach Gott zu ihm: „Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig.“ Mit anderen Worten: „Meine Wahl hängt nicht davon ab, wie gut oder schlecht ein Mensch ist, sondern einzig und allein von meinem freien, souveränen Willen. Darum kann auch keiner sagen, dass er zu schlecht ist, um meine Gnade zu empfangen.“ Denn das würde ja bedeuten, dass Gott nicht vollkommen frei sei und dass die Erwählung nicht bedingungslos wäre.

Die Lehre von der bedingungslosen Erwählung ist die hoffnungsvollste Botschaft für den größten Sünder. Sie bedeutet, dass dein Hintergrund Gottes Wahl in keiner Weise beeinflusst, wenn er seine Gnade austeilt. Das ist eine gute Nachricht!

Wenn du noch nicht wiedergeboren bist und noch nicht den rettenden Glauben an Jesus Christus empfangen hast, dann denke nicht, dass es für dich keine Hoffnung gibt, weil dein Leben durch und durch verdorben ist oder weil deine Vergangenheit scheinbar ein unüberwindbares Hindernis für Gottes Gnade darstellt. Gott liebt es, unmissverständlich deutlich zu machen, dass er vollkommen frei ist, seine Gnade zu geben, wem er will, indem er gerade die größten Sünder rettet.

Kehre dich ab von deiner Sünde und komm zum Herrn. Selbst in dieser kleinen Tagesandacht, die du hier liest oder anhörst, ist er genau jetzt gnädig zu dir und macht dir Mut, zu ihm zu kommen und seine Barmherzigkeit zu empfangen.

„Kommt doch, wir wollen miteinander rechten!, spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie [weiß] wie Wolle werden“ (Jes 1,18).