Die Souveränität Gottes verstehen

Artikel von Antonio Coppola
3. April 2019 — 7 min Lesedauer

Wir leben in zutiefst unsicheren Zeiten. Sowohl lokal als auch global gibt es viel politische und wirtschaftliche Unbeständigkeit. Es ist leicht, sich in Zeiten wie diesen verzweifelt und unsicher zu fühlen. Aber als Christen ruht unsere letztendliche Hoffnung nicht auf den Herrschern dieses Zeitalters, noch auf dem Staat oder der Wirtschaft, sondern auf dem souveränen Schöpfer des Universums.

Die Wahrheit, dass Gott tatsächlich souverän ist, sollte uns starken Trost spenden und eine Quelle der Stärke für uns sein. Aber was bedeutet eigentlich die Souveränität Gottes? Kurz gesagt – Gott hat die Kontrolle. Lasst uns vier Punkte betrachten, die die Bibel in Hinblick auf die Souveränität Gottes darlegt:

Weil Gott souverän ist, tut er, was er möchte, und erreicht alle seine Ziele. Nichts kann Gott davon abhalten, seinen Willen auszuführen. Psalm 115,3 sagt deutlich: „Aber unser Gott ist im Himmel; er tut alles, was ihm wohlgefällt“ (Ps 115,3). Gott redet von sich selbst in Jesaja 46,10 und sagt: „Mein Ratschluss soll zustandekommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen“. Gott wird von nichts außerhalb seiner selbst begrenzt, noch kann etwas seinen Willen aufhalten, egal ob es die menschliche Sünde, Rebellion oder der Mangel an Glauben ist, oder sogar dämonische Machenschaften. Unser Gott tut alles, was ihm wohlgefällt und wird immer seine Vorsätze ausführen, einfach weil er Gott ist!

Weil Gott souverän ist, hat er die Kontrolle über die Angelegenheiten dieser Welt. Daniel 2,21 sagt, dass „er andere Zeiten und Stunden herbeiführt; Könige absetzt und Könige einsetzt; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand“. Nichts in dieser Welt geschieht aus Zufall, noch hat Gott uns uns selbst überlassen, um unser Leben unabhängig von ihm zu meistern. Er ist der Herrscher dieser Welt und er herrscht tatsächlich über die sich verändernden Zeiten, setzt Könige und Kanzler ein, und überwacht ihren Niedergang – Gott lässt alles geschehen. Wir können ruhen in dieser herrlichen Wahrheit, dass die Herrschaft tatsächlich auf den Schultern des Herrn ruht (Jes 9,6).

Weil Gott souverän ist, hat er sich ein Volk erwählt „vor Grundlegung der Welt“ (Eph 1,4). Nicht wegen irgendetwas Gutem oder wegen vorgesehenem Glauben in uns, sondern einfach, weil er seine Liebe auf uns richten wollte, „hat er uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens“ (Eph 1,5). Gott hat uns souverän zur Erlösung in Christus erwählt, trotzdem wir so sind, wie wir sind! Gott bleibt vollkommen souverän über unsere Errettung – es ist alles sein Werk – und deswegen wird er uns niemals aufgeben; ja, nichts kann uns von seiner Liebe in Christus Jesus trennen. Das ist die gute Nachricht für uns!

Weil Gott souverän ist, bleibt alles unter seiner Kontrolle selbst angesichts des Bösen, des Leids und der Ungerechtigkeit. Apostelgeschichte 2,23 sagt: „Diesen Jesus, der nach Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet“. Obwohl Gott niemals der Urheber oder die Quelle der Sünde ist, lässt er sie doch zu. Die Kreuzigung von Jesus ist das beste Beispiel dafür. Die größte Ungerechtigkeit der Geschichte wurde von bösen Menschen begangen; und doch geschah sie nach Gottes „festgesetztem Ratschluss und Vorsehung“. Obwohl es schwer ist, Leid zu ertragen, sollte die Tatsache, dass Gott trotzdem souverän bleibt, ein großer Trost für uns sein. Er ist imstande, jeden Umstand zu gebrauchen, um für unser Wohl und seine Herrlichkeit zu wirken.


Dieser Artikel von Antonio Coppola erschien zuerst bei Core Christianity. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.