Wo Gnade dich befähigt

Artikel von Justin Holcomb
27. Dezember 2018 — 6 min Lesedauer

Christen leben jeden Tag durch die Gnade Gottes.

Wir empfangen Vergebung nach dem Reichtum göttlicher Gnade und Gnade treibt unsere Heiligung voran. Paulus sagt uns: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit“ (Tit 2,11-12).

Das passiert nicht von heute auf morgen – wir „wachsen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus“ (2Petr 3,18). Gnade transformiert unser Verlangen, unsere Motivation und unser Verhalten.

Gnade ist die Grundlage

Gottes Gnade begründet und befähigt alles im christlichen Leben. Gnade ist die Grundlage für:

Unsere christliche Identität: „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ (1Kor 15,10).

Unsere Stellung vor Gott: „… zu der Gnade, in der wir stehen“ (Röm 5,2).

Unser Verhalten: „… sondern in göttlicher Gnade gewandelt sind in der Welt“ (2Kor 1,12).

Unser Leben: „Wieviel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus“ (Röm 5,17) durch die „Gnade des Lebens“ (1Petr 3,7).

Unsere Heiligkeit: Gott „hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade“ (2Tim 1,9).

Unsere Kraft zum Leben: „Sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist“ (2Tim 2,1), denn „es ist gut, dass das Herz fest wird, was durch Gnade geschieht“ (Hebr 13,9).

Unsere Art zu reden: „Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt“ (Kol 4,6).

Unser Dienen: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes“ (1Petr 4,10).

Unsere Genugsamkeit: „Lass dir an meiner Gnade genügen“ (2Kor 12,9), „Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, so dass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk“ (2Kor 9,8).

Unsere Reaktion auf Schwierigkeiten und Leid: Wir finden „Gnade zu rechtzeitiger Hilfe“ (Hebr 4,16), und wenn „wir eine kurze Zeit gelitten haben, wird uns der Gott aller Gnade … völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen“ (1Petr 5,10).

Unsere Mitarbeit bei Gottes Mission: Als Empfänger von Gnade haben wir das Privileg, als Vermittler von Gnade zu dienen. Die Gläubigen empfangen Gnade (Apg 11,23), sind ermahnt, bei der Gnade zu bleiben (Apg 13,43), und dazu berufen, die Gnade Gottes zu bezeugen (Apg 20,24). In Johannes 20,21 sagt Jesus: „Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“. Gottes Mission gilt der ganzen Welt (Jes 49,6; Mt 28,19; Apg 1,8; 13,47).

Unsere Zukunft: Gott und seine Gnade sind unvergänglich. „Setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteilwird in der Offenbarung Jesu Christi“ (1Petr 1,13).

Unsere Hoffnung über den Tod hinaus: „So herrscht auch die Gnade durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn“ (Röm 5,21).

Freie Gnade

Das Evangelium dreht sich vollkommen um die Gnade Gottes durch Jesus Christus. Deshalb nennt Paulus es „das Evangelium der Gnade Gottes“ (Apg 20,24) und „das Wort seiner Gnade“ (Apg 14,3; 20,32; siehe Kol 1,5-6). Das Evangelium der Gnade Gottes ist die Botschaft, die jeder braucht. Das Wort der Gnade wird auf jeder Seite der Bibel verkündigt und letztlich in Jesus Christus offenbart. Der letzte Vers der Bibel fasst die Botschaft vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung zusammen: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen“ (Offb 22,21). Weil wir von Jesus „Gnade um Gnade empfangen haben“ (Joh 1,16) – die freie und ungezähmte Gnade Gottes.