Wie sollte Evangelisation nicht aussehen? Einige Beispiele.

1.   Wenn das Evangelium ohne Worte verkündet werden soll... Evangelisation bedeutet, anderen das Evangelium weiterzusagen. Der größte Fehler? Gar keine Botschaft zu verkünden! Manche Leute verstehen ihr soziales Engagement für die Armen und Unterdrückten als eine Art „Evangelisation ohne Worte“. Doch das ist unmöglich. Es kann gut sein, dass diese Leute einen unglaublich liebevollen und selbstlosen Dienst an anderen tun. Doch Evangelisation bedeutet, anderen die Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen.

2.   Wenn die Botschaft verzerrt wird... Treue Evangelisation bedeutet, die ganze Botschaft zu verkünden (Apg 20,27), auch die unliebsame Wahrheit über die menschliche Sünde und Gottes Gericht.

3.   Wenn eine falsche Botschaft an Stelle des Evangeliums verkündet wird... Einige Leute behaupten von sich, dass sie das Evangelium verkünden. Doch in Wirklichkeit verkünden sie das Gegenteil. Das hat fatale Folgen für sie selbst und für ihre Zuhörer (Gal 1,6-9; 2. Petr 2,1-3).

4.   Wenn das Evangelium als eine mögliche Meinung unter vielen dargestellt wird... Das Evangelium wird verfälscht, wenn es als eine persönliche Meinung dargestellt wird, die man ohne irgendwelche Konsequenzen ablehnen kann. Evangelisation bedeutet jedoch, Menschen aufzurufen, von ihrer Sünde umzukehren und an Jesus Christus zu glauben, damit sie von Gottes Zorn errettet werden. Das Evangelium ist nicht einfach nur eine bloße Meinung. Wenn wir das Evangelium treu verkünden wollen, müssen wir vermitteln, dass es um eine allgemeine und alles umfassende Wahrheit geht, die verbindlichen Forderungen an unser Leben stellt.

5.   Wenn jemand unter Druck gesetzt wird, sich für Jesus zu entscheiden... Gott allein kann Glauben und Umkehr in Menschen bewirken. Wenn wir Druck auf Nichtchristen ausüben, dass sie eine Entscheidung fällen müssen, kann es gut sein, dass sie vorschnell etwas beteuern, was in Ewigkeit nichts zählt. Die Gefahr ist, Leute zu einer falschen Sicherheit zu verleiten, dass sie durch diese „Entscheidung“ Christ geworden sind, obwohl sie weder von ihren Sünden umgekehrt sind noch ihr Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt haben.

6.   Wenn Nebensachen zur Hauptsache werden... Wir wollen gut auf die Fragen von Nichtchristen eingehen. Doch Stunden lang zu diskutieren, warum Gott Leid zulässt, ist nicht dasselbe wie Christus zu verkünden. Verliere dich nicht in Endlosdiskussionen, die dich davon abhalten, die Botschaft vom Kreuz weiterzusagen!

 

7.   Wenn Fragen und Einwände geringschätzig abgetan werden... Wenn wir unser Gegenüber nicht ernst nehmen und ungehalten reagieren, kann eine evangelistische Möglichkeit schnell verpuffen. Petrus zeigt uns einen besseren Weg, auf die Fragen von Nichtchristen einzugehen: „Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, [und zwar] mit Sanftmut und Ehrerbietung; und bewahrt ein gutes Gewissen“ (1. Petr 3,15-16).


Dieser Artikel erschien zuerst bei 9Marks. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.