Die Gnade muss ein Geschenk bleiben

„Was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest?“ (1Kor 4,7)

Du kannst dir deine Errettung wie ein Haus vorstellen, in dem du wohnst.

Es bietet dir Schutz. Es hat eine Vorratskammer voller Esser und Trinken, die nie leer wird. Es wird nie zerfallen oder anfangen zu bröckeln. All seine Zimmer haben die beste Aussicht, die man sich vorstellen kann: nämlich auf die Herrlichkeit Gottes, in der wir völlige Genüge finden.

Gott selbst hat es zu hohen Kosten für sich und für seine Sohn erbaut und es dir dann kostenfrei und uneingeschränkt geschenkt.

Der „Kaufvertrag“ heißt der „neue Bund“. Dort steht: „Dieses Haus soll dir gehören und dein Eigentum bleiben, wenn du es als Geschenk annimmst und den Vater und den Sohn lieb hast, die das Haus mit dir bewohnen. Du darfst das Haus Gottes nicht entweihen, indem du andere Götter darin beherbergst oder dein Herz anderen Schätzen zuwendest, sondern du sollst in der Gemeinschaft mit Gott in diesem Haus deine Erfüllung finden.“

Wäre es nicht äußerst töricht diesem Vertrag erst zuzustimmen, nur um dann später einen Anwalt damit zu beauftragen, einen Tilgungsplan über monatliche Rückzahlungen zu schreiben, um das Haus auf eigene Kosten abzuzahlen.

Dann würdest du das Haus nicht mehr als Geschenk behandeln, sondern als Kaufgegenstand. Gott wäre dann nicht mehr der großzügige Schenker. Und du hättest dich selbst erneut zum Sklaven eines ganzen Katalogs an Forderungen gemacht, die Gott sich nie hätte träumen lassen, dir aufzuerlegen.

Wenn Gnade wirklich geschenkt und kostenfrei sein soll – und das ist die Bedeutung von Gnade –, dann können wir sie nicht als etwas verstehen, dass wir zurückzahlen müssen.