Acht Glaubenssätze der Mormonen, die du kennen solltest, bevor sie das nächste Mal an deine Tür klopfen

Bild: The Gospel Coalition

Der folgende Artikel ist ein knapper Überblick über die Glaubensgrundsätze der Mormonen (Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) in Gegenüberstellung zu dem, was die Bibel wirklich lehrt. Er wurde ursprünglich als Ressource in der ESV Study Bible veröffentlicht.

1. Abfall und Wiederherstellung

Mormonen behaupten, dass ein „vollkommener“ Abfall nach der apostolischen Zeit über die Kirche gekommen sei, und dass die mormonische Kirche (gegründet im Jahr 1830) die „wiederhergestellte Kirche“ sei.

Wenn die mormonische Kirche wirklich die „wiederhergestellte Kirche“ wäre, würde man erwarten, historische Beweise aus dem ersten Jahrhundert für die mormonischen Lehren wie die Vielgötter und dass Gott der Vater einst ein Mensch war zu finden. Solche Beweise sind nirgends vorhanden.

Nebenbei, die Bibel erlaubt keinen vollkommenen Abfall der Kirche (z.B. Mt 16,18; 20,20; Eph 3,21; 4,11-16) und warnt stattdessen vor einem teilweisen Abfall (1Tim 4,1).

2. Gott

Mormonen behaupten, dass Gott der Vater einst ein Mensch gewesen sei und dass er sich dann zum Gott entwickelt hätte (das heißt, er sei ein erhöhter, unsterblicher Mensch mit einem Körper aus Fleisch und Knochen).

Auf Grundlage der Bibel ist Gott kein und war niemals ein Mensch (4Mose 23,19; Hos 11,9). Er ist Geist (Joh 4,24), und ein Geist hat weder Fleisch noch Knochen (Lk 24,39).

Außerdem ist Gott ewig (Ps 90,2; 102,27; Jes 57,15; 1Tim 1,17) und unwandelbar (oder unveränderlich in seinem Wesen und seinen Vollkommenheiten; siehe Ps 102,26-28; Mal 3,6). Er „entwickelte“ sich nicht zu einem Gott, sondern war schon immer Gott.

3. Polytheismus

Mormonen glauben, dass die Dreieinigkeit nicht aus drei Personen in einem Gott bestehe, sondern aus drei separaten Göttern. Laut den Mormonen gäbe es daneben potentiell viele tausend weitere Götter.

Es ist jedoch in der ganzen Bibel ausdrücklich verboten, mehr als einem Gott zu vertrauen oder ihn anzubeten (z.B. 2Mose 20,3).

Es gibt nur einen wahren Gott (5Mose 4,35.39; 6,4; Jes 43,10; 44,6.8; 45,18; 46,9; 1Kor 8,4; Jak 2,19), der ewig in drei Personen existiert – dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist (Mt 28,19; 2Kor 13,13).

4. Erhöhung der Menschen

Mormonen glauben, dass Menschen, wie Gott der Vater selbst, durch einen Prozess der Erhöhung zu einem Gott werden könnten.

Aber die Bibel lehrt, dass der Wunsch, wie Gott zu sein, zum Fall der Menschheit führte (1Mose 3,4ff.). Gott schaut nicht wohlgesinnt auf Menschen, die vorgeben, Göttlichkeit zu erlangen (Apg 12,21-23 im Gegensatz zu Apg 14,11-15). Gott möchte, dass die Menschen demütig erkennen, dass sie seine Geschöpfe sind (1Mose 2,7; 5,2; Ps 95,6-7; Ps 100,3). Der Zustand der Erlösten in der Ewigkeit wird herrliche Unsterblichkeit sein, aber sie werden für immer Gottes Geschöpfe bleiben, seine adoptierten Kinder (Röm 8,14-30; 1Kor 15,42-57; Offb 21,3-7). Die Gläubigen werden niemals Götter werden.

5. Jesus Christus

Mormonen glauben, dass Jesus Christus das erstgeborene Geistkind des himmlischen Vaters und einer himmlischen Mutter gewesen sei.

Jesus hätte dann Göttlichkeit erlangt in der Geisterwelt.

Er sei später leiblich in Marias Gebärmutter empfangen worden, also buchstäblich der „einzig geborene“ Sohn im Fleisch von Gott dem Vater (obwohl viele heutige Mormonen etwas vage bleiben, wie das hätte geschehen können).

Biblisch bezieht sich jedoch die Beschreibung Jesu als des „Eingeborenen“ darauf, dass er der einzigartige, einmalige Sohn des Vaters in alle Ewigkeit ist, mit der gleichen göttlichen Natur wie der Vater (siehe Joh 1,14; vgl. Joh 1,18; 3,16.18; siehe auch Joh 5,18; 10,30).

Ferner hat er eine ewige Göttlichkeit (Joh 1,1; 8,58) und ist unwandelbar (Heb 1,10-12; 13,8), was bedeutet, dass er sich nicht zu einem Gott entwickelte, sondern schon immer Gott war.

Und Marias Empfängnis von Jesus in seiner Menschlichkeit geschah durch ein Wunder des Heiligen Geistes (Mt 1,20).

6. Drei Reiche

Mormonen glauben, dass die meisten Menschen in einem von drei Reichen der Herrlichkeit enden würden, abhängig von ihrem Grad an Treue. Glaube an Christus, oder sogar an Gott, ist nicht notwendig, um Unsterblichkeit in einem dieser drei Reiche zu erlangen, weshalb nur die am geistlich verdorbensten Menschen in die Hölle gehen werden.

Aber die Bibel lehrt, dass die Menschen nur zwei Möglichkeiten in Bezug auf ihre ewige Zukunft haben: die Erretteten werden ewiges Leben mit Gott im neuen Himmel und der neuen Erde genießen (Phil 3,20; Offb 21,1-4; 22,1-5); während die Nicht-Erretteten die Ewigkeit in der Hölle verbringen werden (Mt 25,41.46; Offb 20,13-15).

7. Sünde und Sühne

Mormonen glauben, dass Adams Übertretung ein nobler Akt gewesen sei, der es für Menschen möglich gemacht hat, sterblich zu werden, ein notwendiger Schritt in Richtung ihrer Erhöhung zur Gottheit.

Sie glauben, dass das Sühneopfer Christi Unsterblichkeit für fast alle Menschen garantiere, ob sie nun umkehrten und glaubten oder nicht.

Biblisch war jedoch nichts Nobles an Adams Sünde, die nicht ein Sprungbrett zur Gottheit war, sondern nichts als Sünde, Elend und Tod über die Menschheit gebracht hat (1Mose 3,16-19; Röm 5,12-14). Jesus sühnte für die Sünde von allen, die ihm für ihre Errettung vertrauen würden (Jes 53,6; Joh 1,29; 2Kor 5,21; 1Petr 2,24; 3,18; 1Joh 2,2; 4,10).

8. Errettung

Mormonen glauben, dass Gott (fast) allen Menschen eine allgemeine Errettung und unsterbliches Leben in einem der himmlischen Reiche geschenkt hätte. So verstehen sie Errettung durch Gnade. Glaube an Christus sei nur notwendig, um Zugang zum höchsten himmlischen Reich zu erhalten – für das nicht nur Glauben, sondern auch Teilnahme an den mormonischen Tempelriten und Gehorsam gegenüber ihren „Gesetzen des Evangeliums“ notwendig ist.

Biblisch geschieht die Errettung jedoch durch Gnade und muss durch Glauben an Christus empfangen werden (Joh 3,15-16; 11,25; 12,46; Apg 16,31; Röm 3,22-24; Eph 2,8-9). Allen wahren Gläubigen wird ewiges Leben in Gottes Gegenwart verheißen (Mt 5,3-8; Joh 14,1-3; Offb 21,3-7).


Hier ist ein englisches Video des Evangelisten Aaron Shafovaloff, wie er mit Mormonen in Salt Lake City darüber redet, ob es möglich ist, dass Gott der Vater früher ein Sünder in einer Bewährungszeit hätte sein können.


Dr. Justin Taylor ist Vizepräsident für die Publikation von Büchern bei Crossway und bloggt unter Between Two Worlds. Du kannst ihm auf Twitter folgen. Dieser Artikel erschien zuerst bei The Gospel Coalition. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung.