Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Einführung der „Ehe für alle“

Schöpferische Gegenkultur

Gerade jetzt am biblischen Verständnis von Ehe und Familie festhalten

Mit Anteilnahme und Sorge haben wir in den letzten Wochen und Tagen die Debatte zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Gesellschaft und Kirchen verfolgt. In einer kurzfristig einberaumten namentlichen Abstimmung im Bundestag ist am 30. Juni 2017 mit 393 zu 226 Stimmen die so genannte „Ehe für alle“ (Efa) beschlossen worden. Mit dieser historischen Entscheidung hat der Bundestag den Weg für gleichgeschlechtliche Eheschließungen freigemacht.

Ob das so durchgesetzte neue Verständnis von Ehe tatsächlich durch den Artikel 6 des Grundgesetzes, in dem Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung gestellt werden, gedeckt ist, müssen andere beurteilen. Weniger zweifelhaft ist, dass diese Entwicklung die in unserem Land voranschreitende Säkularisierung widerspiegelt. In den letzten Jahren haben sich weite Teile der Politik, der Gesellschaft und sogar der Kirchen vom traditionellen Eheverständnis verabschiedet. Dabei wird übersehen, dass die Ehe von Mann und Frau keine menschliche Erfindung ist, sondern von Gott gestiftet wurde (vgl. 1. Mose 2), und dass der „Ehebund“ später von Jesus Christus selbst bekräftigt worden ist (vgl. Matthäus 19). Dass sich Politik und die Evangelische Kirche in Deutschland so deutlich gegen das traditionelle christliche Ehe- und Familienverständnis gestellt haben, signalisiert eine tiefgreifende Abkehr vom christlichen Menschenbild, die andere Gebiete des Zusammenlebens ebenfalls beeinflussen wird.

Zugleich stellen wir mit Sorge fest, dass diese Prozesse der Verweltlichung längst auch das Leben in bekenntnisorientierten christlichen Kreisen formen. Gerade im Umgang mit unserer Leiblichkeit und in der Gestaltung des Familien- und Zusammenlebens sind wir der Welt das christliche Zeugnis oft schuldig geblieben. Deshalb ermutigen wir Kirchen, Gemeinden und Christen, jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern dort, wo es nötig ist, umzukehren und in der festen Bindung an Jesus Christus und sein Wort eine schöpferische Gegenkultur zu bilden. Lasst uns festhalten an seinen Zusagen und in allen Bereichen unseres Lebens seine Ehre suchen! Denn, so sagt es der Apostel Paulus in 2. Korinther 5,15: „Jesus Christus ist für uns gestorben, damit wir nicht mehr für uns selbst, sondern für Ihn leben“.


München, den 30. Juni 2017

Matthias Lohmann, 1. Vorsitzende
Ron Kubsch, 2. Vorsitzende
Christian Wegert, 2. Vorsitzende

 

Evangelium21
V.i.S.d.P.: Ron Kubsch

Kontakt:

E21 Öffentlichkeitsarbeit / Ron Kubsch
FAX: + 49 (0) 26 81 / 98 83 69

E-Mail: presse@evangelium21.net
Internet: www.evangelium21.net