Gnade für das neue Jahr

Podcast von John Piper – gelesen von Robin Dammer
1. Januar 2020
„Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade, die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.“ (1Kor 15,10)

Gnade ist mehr als nur ein Wesenszug Gottes, uns Gutes zu tun, wenn wir es nicht verdienen. Sie ist eine echte Kraft, die von Gott ausgeht, um in und für uns gute Dinge zu wirken.

Es war Gottes Gnade, durch die Gott in Paulus wirkte, damit er mehr arbeiten konnte als die anderen: „Aber durch Gottes Gnade [...] habe [ich] mehr gearbeitet als sie alle [...].“ Als Paulus schreibt: „verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern“, fügt er hinzu: „denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen“ (Phil 2,12–13). Gnade ist Kraft von Gott, die Gutes in und für uns wirkt.

Diese Gnade gilt für die Vergangenheit und auch für die Zukunft. Ununterbrochen ergießt sie sich wie ein Wasserfall über die Klippen der Gegenwart. Der unerschöpfliche Strom der Gnade kommt aus der Zukunft zu uns und ergießt sich in ein Becken vergangener Gnade, das mit jedem Augenblick voller wird.

Bereits in den nächsten fünf Minuten werden wir aus der Zukunft neue Gnade von Gott empfangen, die uns trägt und erhält – wir werden fünf Minuten weiterer Gnade erfahren, die sich für uns sammelt im Becken der Vergangenheit. Die angemessene Reaktion auf die Gnade, die wir in der Vergangenheit erfahren haben, ist Dankbarkeit; und die angemessene Reaktion auf die Gnade, die Gott uns für die Zukunft verheißt, ist Glaube. Wir sind dankbar für die vergangene Gnade im letzten Jahr und wir blicken mit Zuversicht auf die zukünftige Gnade im neuen Jahr.