Vier Gründe, in den Tagen deiner Jugend an deinen Schöpfer zu gedenken

Artikel von David Murray
19. September 2018 — 8 min Lesedauer

Unser Feind sagt: „Die Jugend ist für das Vergnügen da, das mittlere Alter für das Geschäft und das vorgerückte Alter für die Religion“. Die Bibel sagt: „Jugend, mittleres Alter und vorgerücktes Alter sind für deinen Schöpfer da“.

Aber, weil es besonders in unserer Jugend ist, wo wir am meisten dazu tendieren (oder entschlossen sind), unseren Schöpfer zu vergessen, ist es besonders in diesen Jahren notwendig, dass wir uns bemühen müssen, an unseren Schöpfer zu gedenken (Pred 12,1). Gedenke daran, dass er dich geschaffen hat, dass er für dich sorgt, dass er sich um dich sorgt, dass er über dich wacht, dass er über dir herrscht; und gedenke, dass er dich auch erretten kann. Dass ist viel zum Nachdenken, aber es ist viel leichter, etwas auswendig zu lernen, wenn man jung ist!

1. Tatkräftige Jahre

Das ist jedoch nicht der einzige Grund, warum Gott uns befielt, an unseren Schöpfer in den Tagen unserer Jugend zu gedenken. Es ist auch, weil dies unsere tatkräftigsten Jahre sind.

Warum warten, bis wir mit Stützen gehen, immer müder werden und unser Tank fast leer ist, bevor wir unserem Schöpfer dienen? Der Gott, der uns geschaffen hat, verdient unsere aktivsten und gesündesten Jahre: Unsere Körper sind stark und muskulös (mehr oder weniger), unser Verstand scharf und klar, unsere Sinne aufnahme- und empfindungsfähig, unser Enthusiasmus groß und unser Wille stählern und entschlossen. Gedenke an ihn in deinen tatkräftigsten Jahren.

2. Empfindungsfähige Jahre

Wieso werden die meisten von uns  in unserer Jugend Christen statt in unserem mittleren oder vorgerücktem Alter? Weil unsere jugendlichen Jahre unsere empfindungsfähigsten Jahre sind. Ohne unseren Glauben an die „vollkommene Verdorbenheit“ aufzugeben, können wir sagen, dass es „leichter“ ist, zu glauben und Buße zu tun, wenn wir jünger sind. Es ist niemals leicht, aber es ist leichter. Und es ist leichter, denn wenn wir älter werden, wird unser Herz härter, unser Gewissen tauber, unsere Sünde verwurzelter und unser Abgestorbenheit abgestorbener.

Lasst uns unsere jugendliche Empfindungs- und Aufnahmefähigkeit nutzen, um an unseren Schöpfer zu gedenken, bevor die bösen Tage der abgestumpften Gleichgültigkeit einsetzen.

3. Lehrbare Jahre

Wir lernen mehr in unserer Jugend als in jeder anderen Phase unseres Lebens. Das gilt für alle Gebiete, aber besonders für religiöse Unterweisung. Alle Christen, die ich getroffen habe, die sich später im Leben zu Christus bekehrt haben, haben großes Bedauern darüber ausgedrückt, wie wenig sie wissen und wie wenig sie noch lernen können. Ich ermutige sie immer, die Zeit, die der Herr ihnen schenkt, zu schätzen und zu nutzen, aber sie fühlen sich oft so, als ob sie zweimal so hart studieren müssen und nur halb so viel lernen.

4. Gefährliche Jahre

Die Jugend ist eine Zeit der Minenfelder: Hormone, Gruppendruck, Alkohol, Drogen, Pornografie, Unmoral, Testosteron, usw. Wenige durchlaufen diese Zeit, ohne hier und da anzuecken. Gefahren gibt es überall reichlich – sowohl innerhalb als auch außerhalb von uns. Wie viele Vorsätze werden bei Versuchung aufgegeben! Wie sehr brauchen wir unseren bewahrenden Schöpfer, der uns durch dieses Schlachtfeld trägt.

Erinnere dich daran, dich zu erinnern

Lass mich dir ein paar Stützen geben, um dir zu helfen, an deinen Schöpfer während dieser besten (und „schlimmsten“) Jahre zu gedenken:

  • Sei überzeugt, dass du einen Schöpfer hast: Sei gut gegründet in einem buchstäblichen Verständnis von 1. Mose 1 und 2 und meide alle Einflüsse der Evolution.
  • Lerne deinen Schöpfer kennen: Studiere sein Wort durch Predigten, Kommentare und gute Bücher. Aber studiere sein Wort auch selbst durch geeignete Methoden.
  • Schließ dich den Freunden deines Schöpfers an: Knüpfe Freundschaften mit anderen Geschöpfen, die es lieben, an den Schöpfer zu gedenken und ihn zu respektieren.
  • Folge der Ordnung deines Schöpfers: Er setzte ein Muster ein, sechs Tage zu arbeiten, gefolgt von einem Tag der Ruhe, um über seine Werke nachzusinnen.
  • Bitte um die Errettung durch deinen Schöpfer: Selbst, wenn deine Ablehnung gegenüber deinem Schöpfer dich zerbrochen hat, ist er bereit, dich in seine Ebenbild neuzuschaffen.
  • Und während wir über das Thema der Errettung reden, möchte ich nicht, dass ältere Leser entmutigt sind. Verglichen mit den Äonen der Ewigkeit, bist du immer noch in deiner „Jugend“. Es ist nicht zu spät, an ihn zu gedenken, bevor diese bösen Tage noch näherkommen.

David Murray ist Professor für Altes Testament und Praktische Theologie am Puritan Reformed Theological Seminary. Er bloggt unter HeadHeartHand.org und du kannst ihm auf Twitter unter @DavidPMurray folgen.