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„Ich wünsche mir, dass die Gemeinden die Bibel singen“

Rudi Tissen ist Pastor und Musiker und schreibt auch selbst Lieder. Auf der E21-Regionalkonferenz in Bonn wird er für die musikalische Gestaltung zuständig sein und einen Workshop zum Thema „Seht unsern Gott! Christuszentrierter Einsatz von Musik in der Gemeinde“ anbieten. Das folgende Interview gibt einen Einblick, wie er zur Musik kam und was ihm beim Schreiben seiner Lieder wichtig ist.

Rudi Tissen
Rudi Tissen (Bild: R. Tissen)

E21: Inzwischen singen wir auf Josia- und E21-Konferenzen Lieder von dir. Wie bist du zur Musik gekommen und seit wann schreibst Du Lieder?

Zur Musik bin ich vor allem durch meine musikalische Mutter gekommen. Wir haben sehr regelmäßig gemeinsam gesungen und musiziert. Dazu kommt, dass meine Mutter früher selbst Lieder geschrieben hat, was mich wohl irgendwann auch dazu gebracht, damit anzufangen. Ich glaube, meine ersten Versuche im Liederschreiben habe ich im Alter von 12-13 Jahren gestartet.

E21: Was ist dir besonders wichtig bei deinen Liedern?

In den letzten Jahren habe ich überwiegend Lieder geschrieben, die für den gemeinsamen Gesang einer Ortsgemeinde bestimmt sind. Aus diesem Grund versuche ich Lieder zu schreiben, die für eine größere Gruppe singbar sind. Das bedeutet zum einen, dass die Melodie nicht zu kompliziert verlaufen darf und schnell zu lernen ist. Zum anderen wünsche ich mir, dass die Gemeinden die Bibel „singen“. Die Herzen der Kinder Gottes sollen mit den unglaublich großen Wahrheiten aus Gottes Wort gefüllt werden. Ich glaube, dass Lieder ein guter Weg dafür sind. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, Lieder zu schreiben, die klar biblische Inhalte vermitteln und Christus, sein Werk und seine Größe, im Zentrum haben. Leitend ist für mich deshalb immer wieder Kolosser 3,16: „Lasst das Wort des Christus reichlich unter euch wohnen!“

E21: Was ist dein persönliches Lieblingslied?

Ohne Frage: „Wenn Friede mit Gott“ von H. Stafford. Es gibt aus meiner Sicht kaum ein Lied, das unsere Hoffnung und Sicherheit in Christus so gut ausdrückt wie diese alte Hymne.

E21: In deinem Workshop während der E21-Regionalkonferenz West in Bonn geht es um „Seht unsern Gott! Christuszentrierter Einsatz von Musik in der Gemeinde“. Kannst du uns verraten, was du vorhast?

Ich glaube, dass wir als Musiker bei der Auswahl von Lieder für den Gottesdienst immer zwei „Richtungen“ im Blick haben müssen: die Verherrlichung Gottes und die Erbauung der Gemeinde. Diese beiden Aspekte sind Grundlage, um Gesang und Musik wirklich christuszentriert einzusetzen. In dem Workshop wollen wir gemeinsam darüber nachdenken, wie sich dieser Ansatz biblisch begründen und praktisch umsetzen lässt.

E21: Vielen Dank für das Gespräch!